Aufsatz 
Eigil's Leben des hl. Sturmius : Übersetzung und Anmerkungen ; Zweite Abteilung
Entstehung
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von den übrigen trat, nach dem Ergebniſſe der mit ihnen vorgenommenen Prüfung, einer in die Oberſecunda, einer in die Quinta und einer in die Sexta. Der Unterricht nahm am 13. October ſeinen Anfang.

17. Am 31. October war der Unterzeichnete in Hersfeld anweſend, um dem Herrn Gymnaſialdirector Dr. Münſcher daſelbſt, deſſen fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Director des Gymnaſiums zu Hers⸗ feld an dem genannten Tage feierlich begangen wurde, mit berreichung einer von ihm verfaßten Votivtafel, die Glückwünſche des hieſigen Lehrercollegiums darzubringen. Zugleich übergab der Unterzeichnete dem Herrn Jubilar als kleinen Beweis ſeiner perſönlichen großen Verehrung das Manuſcript einer demſelben gewidmeten Abhandlung: De Anonymo qui dicitur Gemblacensi, Vitæ S. Lulli Scriptore, welcher als Anhang eine Aus⸗ wahl der merkwürdigſten von und an Lullus geſchriebenen Briefe ſowie der wichtigſten älteren Nachrichten und Zeugniſſe über das Leben und Wirken des Heiligen beigefügt waren. Von den Lehrern des hieſigen Gymnaſiums betheiligte ſich Dr. Oſtermann, ein früherer Schüler des Gymnaſiums zu Hersfeld, an der Feſtfeier und überreichte ſeinem verehrten und geliebten Lehrer ein von ihm zur Feier des Tages verfaßtes griechiſches Gedicht. Die ſchöne Jubelfeier, welche zugleich einen Vereinigungspunct von Lehrern der ſämmtlichen vaterländiſchen Gymnaſien bildete, wird gewiß Allen, welche an derſelben theilnahmen, in froheſter Erinnerung bleiben. Möge Gott den verehrten Jubilar ſeinem ſchönen Wirkungskreiſe noch lange Jahre hindurch in ungeſchwächter Kraft des Geiſtes und Körpers, zum Segen der von ihm geleiteten An ſtalt und des vaterländiſchen Schulweſens überhaupt, erhalten!

18. Am 19. November wurde in der Gymnaſialkirche, unter Theilnahme der katholiſchen Lehrer und Schüler, das herkömmliche Trauer⸗Gedächtnißamt für die verſtorbenen Wohlthäter des Gymnaſiums, ins beſondere für die Stifter der Stipendien, gehalten. Außer den gewöhnlichen Geſängen wurde bei dieſem feierlichen Gottesdienſte von einer Anzahl ausgewählter Schüler ein von dem Geſanglehrer Henkel com⸗ ponirter vierſtimmiger Trauergeſang ausgeführt.

19. Am 4. Februar wurde das Andenken an Hrabanus Maurus, den Begründer des deutſchen Schulweſens, in gleicher Weiſe wie in den verfloſſenen Jahren durch eine öffentliche Schulfeierlichkeit be⸗ gangen. Bei derſelben hielt der Oberprimaner Joſeph Ducke einen lateiniſchen Vortrag:De Brasidæ Lacedæmonii rebus gestis et virtutibus; deutſche Vorträge hielten die Unterprimaner Karl Bode und Heinrich Eckhardt und zwar ſprach jener über das Leben und Wirken Kaiſer Otto's II, dieſer verglich den peloponneſiſchen und den dreißigjährigen Krieg. Gedichte wurden declamirt von den Septanern Georg Hohmann und Joſeph Klös, von den Quintanern Theobald Ernſt und Johann Kollinger, von den Quartanern Valentin Kramm und Heinrich Weigand, von dem Untertertianer Franz Zwenger, den Obertertianern Joſeph Wiegand und Chriſtoph Menz, den Oberſecundanern Karl Uth und Martin Scheling. Auch bei dieſer Schulfeierlichkeit wurden von den beiden Sängerchören des Gymnaſiums die von dem Geſanglehrer Henkel für die tauſendjährige Hrabanusfeier im Jahre 1856 componirten Geſänge(Christe, sanctorum decus angelorum,Festum nunc celebre magnaque gaudia undWol ſtand im goldnen Mainz die Wiege) vorgetragen.

20. Durch Allerhöchſtes Reſcript vom 4. Februar, mitgetheilt durch Beſchluß Kurfürſtlichen Mini ſteriums vom 20. Februar, wurde dem unterzeichneten Gymnaſial-Director die in Folge einer von der Herzog⸗ lich Naſſauiſchen Landesregierung als Ober⸗Schulrath und Director des Herzoglichen Gymnaſiums zu Hadamar an ihn ergangenen Berufung allerunterthänigſt nachgeſuchte Entlaſſung aus dem Staatsdienſte vom 1. April d. J.

an allergnädigſt ertheilt.