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ihn And' den dritten Bruder sich ebenso beuchmen würde.“) Seines ehemaligen Bundesgenossen Pippin gedachte der selbstsüehtige Lothar mit keinem Worie. Er hatte sich ja schon friber gegen Warl erboten, sich von dem treuen Verbändeten zu trennen und jetzt überliefs er denselben um so eher seinem Schicksale, als Pippin durch seine Rückkehr vach Aquitanien den Groll des Oheims in hohem Grade gegeen sich erregt hatte. l5i N Aam loen, odbard mouon aov Mlain Sogun ſod Von frohen Iloffnungen erfüllt und im besten Einverständnisse verliefsem die Brider die Insel und jeder kehrte zu den Seinigen in das Lager zurück. Am folgenden Tage kamen sie Von neuem zusammen, um über einige minder wesentliche Punete, namentlich über die Zeit und den Ort der verabredeten Reichstheilung zu berathen. ²) Die Beraihung dauerte lange und nicht ohne grofse Sechwierigkeiten gelangte man endlich zu folgender Uebereinkunft**) Aus der Zahl der vornehmsten Vasallen der drei königlichen Brüder sollten je vierzig sich am ersten October des laufenden Jahres in AMietz versammeln und Hier zunächst cine möglielst sorgfältige und vollständige Besehreibung aller fränkischen Länder entwerfen, damit auf den Grund dieser wichtigen Vorarbeit eine genaue Drei- theilung des Reiches vorgenommen werden könnte;*) die⸗-KRönige selbst sollten diesen Verhandlungen weder beiwohnen noch sich wührend derselben in der Nähe der Stadt Metz aufhalten, damit die Bevollmächtigten, jeder Gefahr für ihre persönliche Sicherheit und allen störenden Einflüssen entzbgen, frei und ungehemmt ihre Arheiten vollenden könnten;“) bis zum förmlichen Abschlusse der Reiehs- iheilung sollte endlieh jeder der Rönige in denjenigen Gebieten, die ihm nach den Vor- sebläßen der Gesandten vorläufig zuerkannt scien, unch Belieben seinen Aufenthalt ehmen und während dieser Zeit der Friede zwischen ihinen auf keine Weise gestört werden. ¹)= Nachdem alle diese Puncte ſestgestellt waren, trennten sich die Brüder für jetzt und entfernten sich nach ver- schiedenen Richtangen und zu verschiedenen Zwecken.) O ee il eorr uans aene
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1) Nith. I. c. in eo si adversus fratri et suos frater suus similiter faceret. Diese verdorbene Stelle ist von Pertz folgendermafsen emendirt worden: in eo si adversus fratres sulos frater suus similiter faceret. Ich habe für dieselbe folgende Emendation versucht: in eo si adversus fratrem et se frater suus similiter faceret, durch welche ich jedoch jener Emendation keineswegs zu nahe treten, will. 1 3
2) Nith. I. c. Quo expleto adhibitisque verbis pacificis, pacifice discéedunt; ad castra redeunt, in crastinum
de ceteris deliberaturi. Worin diese cetera bestmiden, erkennt man theils aus den folgenden Worten Nithard's, theils aus Ruod. Puld. und Prud. Trec.— 3) Nith. I. c, Quamquam et id aegre vix tamen effectum est. 4) Ruod. Fuld. 1. c. ea tamen conditione, ut e partibus singulorum 40 ex primoribus electi, in unum con- venientes, regnum aequaliter descriherent, quo facilius postmodum inter eos pari sorte divideretur.— Prud, Trec. I. c. Ubi venia de praeteritis perperam gestis vicissim postulata atque accepta, sacramentum quoque alter alteri verae pacis fraternitatisque iuraverunt, et de regni totius aeduis portionibus diligeutius faciendis Kalendis Oetobribus in urbe Mediomatricorum, Metis vocabulo, decreverunt. Die Meinung Pertz', dass vor dem Worte decreverunt die Worte iterum convenire ausgefallen seien, theile ich nicht, sondern verbinde den ganzen Satz de regni etc. mit decreverunt, sodass derselbe gleichbedentend ist mit: regni totins aequas portiones diligentius faciendas etc. decreverunt. Denn nicht die Könige wollten sich am ersten Octôher in Metz behufs der Reichstheilung versammeln, sondern ihre Bevollmächtigten 55— 3 19 54* 10
5) Dass bei dem Vertrage auf Ansilla eine derartige Uebereinkunft zwischen den Brüdern getroffen wurde, sagt zwar Nith. an dieser Stelle mcht; doch ergibt es sich aus zwei weiter unten folgenden Stellen desselben Cap.: ac aliter quam statuerat residebat uncdk quoniam nliter duam convenisset venerat et erat.
6) Nith 1. c. et usque ad conventum duod in Kalendas Octobris condixerant, pacifice quisque in sua portione qud vellet esset. 1„„4 2 4
7) Ann. NXant. a. 842 Pertz II, 227: Illicque intervenientibus viris strennis, iterum tripertito regno Francorum, in pace, tanten non firma discesserunt aà εe Lotharius ad Aquis, Karolus in Galliàm, Ludewicus in Saxoniam. Luden§. 438 sagt:„Und nun ging ein Jeder der drer Brüder seinen eigenen Weg und alle dref eohen dahin, von Zorn und Rache getrieben, zu verschiedenen, aber zu gleich grässlichen Werken.’ Von Zorn und Rache ge- rrieben? Zu grässlichen Werken? Hier dürften wol die Parhen etwas zu stark aufgetragen sein. Bei den„gräss- lichen Werken“ kann man an die Unterdriückung der Stellinga durch Ludwig denken, aber welches waren denn die grässlichen Werke, welche von Lothar und Karl unternommen wurden?


