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zu versprechen.) Durch das eigenmächtige Verfahren der Gesandten war allerdings die Been- digung des Bruderkrieges von nenem hinausgeschoben worden; allein gleichwol erlangte dasselbe, wie die Gesandten vorausgeseben hatten, den Beitall der Rönige, Und in der That war auch für die Letzteren, vorausgesetzt, dass Lothar die von ihm eingegangenen und beschworenen Verpflich- tungen nicht von neuem brechen würde, noch immer Vieles gewonnenz denn Lothar hattenvenigstens aul die früher won ihm erstrebte Oberherrschaft über seine, Brüder verzichtet und die Gleichheit ihrer Ansprüche mit den seinigen förzlich anerkannt. Daker ertheilten die Brüder gern ihre Zu- stimmung zu den Verheifsungen ihrer Gesandten und anch die Unterredung, welche diese bei ihren NVerhandlungen mit Lothar in Aussicht gestellt hatten, kam ohne Schwierigkeit zu Staude, da Ludwig und Rarl Alles bereitwillig förderten, Was zur Wiederherstellung des. Friedens führen konnte,
Der fünfzehnte Juni 342 war, der zur Zusammenkunft ſestgesetzte Tng, der Ort derselhen die kleine Saone-Insel. Ansilla, welche oberhalb, Maçon liegt und jetzt den, Namen Ancile führt.⸗Von einer gleichen Anzahl ihrer Getreuen, begleitet, betraten, die drei königlichen Brüder die Iuselz auf beiden Ufern des Flusses lagerten die Hecre und harrten mit gespannter Erwartung des Ausganges der wichtigen Unterredung.*) Die Brüder näberten sich einander mit ruhiger, ver- söhnlicher Gesinnung. Die bisherigen traurigen Ereignisse wurden besprochen, aber nieht im Tone bitteren Vorwurfs, der die kaum eröſfnete Friedensaussicht wieder hätte entfernen können; die Rönige beklagten die argen Zerwürfnisse, Welche ihnen allen so viel Unbeil gebracht und liefsen sich sogar gegen einander zu dem Eingeständnisse herab, dass sie in ihrem gegenseitigen Benehmen sich khei- neswegs von aller Schuld freisprechen könnten und sich manche Vorwürfe zu machen hätten. ³) Bei einer solchen Stimmung und nach solchen Erklärungen kam es sehr bald zu, einer vollständigen Versöhnung. Man wolle, hicfs es, über die ganze Vergangenheit einen Schleier werfen; wan wolle Alles vergessen und verzeihen und an die Stelle des bitteren Hasses treue Freundschaft und auf- richtige Druderliebe treten lassen. Das neu geschlossene Freundschaftsbündniss wurde mit dem Siegel eines feierliehen Eides bekräftigt. Durch diesen Eid verpflichteten sich die Brüder, von jenem Tage an durch alle Zuakunft in Frieden und Eintracht zu leben; sie gaben ferner ihre Zustimmung zu dein Vorschlage der Gesandten, nach welchem das ganze Reich, mit Ausschluss von Langobardien, Baiern und Aquitanien, durch Ludwig und Rarl in drei gleiche Theile getheilt und dann Lothar'n dic Wahl eines dieser Theile gelassen werden sollte;*) und endlich gelobte jeder von ihnen, keinen seiner Bräder in dem ruhigen Besitze seines Antheils zu stören, vorausgesctzt, dass dieser gegen
. 1) Nith. 1, c. Jurat enim Lodharius, sic se velle, ac sua ex parte sic perficere in eo quod fratres sui, uti missi illorum tunco illi iuraverant, adimplessent. Uebrigens dürfte vielleicht an dieser Stelle etiam stätt enim zu lesen sein. ir 1— 3 ⁰ b
„2) Nith. IV, 4 Pertz II, 670: Igitur mediante Junio, feria videlicet quinta, propter civitatem Madasconis in insula quae Ausilla dicitur, cGum aequo numero priorum Lodharius, Lodhuwicus et Karolus conveniunt.— Ruod. Fuld. a. 842 Pertz J, 363; Hlotharius vèro, collecto fido satis exercitu, apud Madasconam, Galliae urbem cousedit, quem consecuti fratres sui, cum iam vidissent proniorem ad faciendam cum eis pacem, foedus inire maluerunt, quam contentionibus dintius deservire.— Prud. Trec. a. 842 Pertz I, 439: Electo ad hoc negotium Matasconis urbis vicinio, illug Atrim Ae coitur, et utriusque partis castra Arare fluvig dirimente, in quamdam insilam eiusdem fluminis ad commune colloquium aspectumque coennt.— 3) Prud. Trec. 1. c. 5 4
4) Nith. I. c. et hoc sagramentum mütuo sihi iuxaverunt, videlicet ut ab ea die et deinceps invicem sibi pacem conservare deberent, et ad plagitum duod fideles illorum, inibi statuissent, regnum omne absdue hangohardia, Baioaria et Aquitania cum sacramento, prout aequius possent, in tribus partihus sui dividerent, electioque partium eiusdem regni esset Lodharii. 2* zaeren 11


