Aufsatz 
Philologisch-kritische Untersuchung über die Redensarten: nescio an ullus und nescio an nullus
Entstehung
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Livius B. I und II 35 wurde wöchentlich in zwey

Stunden ſtatariſch, mit beſonderer Rückſicht auf lat. Pe⸗

riodenbau und lat. Sprachgenius überhaupt, geleſen und * erläutert. Die Uebungen im Lateinſchreiben beſtanden in der erſten Claſſe zum Theil in freyen lat. Aufſätzen, zum Theil in Ueberſetzungen dictirter ſchwererer Aufgaben wöchentlich in einer Stunde; in der zweyten Claſſe wurde wöchentlich in einer Stunde eine Aufgabe aus des Lehrers eigener Anleitung(Geſchichte der Rö⸗ mer) überſetzt. Hier unterwarf man jedes Exercitium einer doppelten Correctur, indem bei der erſten Arbeit die Fehler nur angeſtrichen und Winke zur beſſeren Worr⸗ ellnng oder zierlicheren Satz⸗ und Periodenverbindung egeben wurden, damit der Schüler jene ſelbſt aufſuchte, und dieſe in Anwendung brachte. Wenn dies geſchehen war, mußte er ſein verbeſſertes Exercitium zur zweyten Correctur vorlegen, und dabey jedesmal wieder ein neues liefern, ſo daß wöchentlich zwey Aufgaben zu bearbeiten waren. Zuweilen wurde auch ein ſchon ausgearbeitetes Exercitium, zur Veränderung der Phraſen und Conſtruc⸗ tion, nochmals aufgegeben, welches den Vortheil ge⸗ währt, daß die Schüler mehr Gewandheit im Ausdrucke ſowohl, als der Wort⸗ und Satzverbindung erlangen. In der für Grammatik und Theorie des lat. Styls ausgeſetzten Srunde in der erſten und zwey⸗ ten Claſſe ſchritt man, nachdeni die eigentlichen prae- cepta styli latini, insbeſondere die Lehren von der Va⸗ riation, Dilatation und Contraction der Worter und Sätze beendigt worden waren, wieder zur lat. Syntax, und erläuterte und übte in Bröders pract. Gramm.

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