Aufsatz 
Philologisch-kritische Untersuchung über die Redensarten: nescio an ullus und nescio an nullus
Entstehung
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Veranlaſſung zu vorſtehendem Aufſatze gab mir zu⸗ nächſt eine Bemerkung bey der Anzeige meines letzten lat. Programms in dem allgemeinen Reperto⸗

6 rium der neueſten in⸗ und ausländiſchen Li⸗ teratur für 1819. Bd. 4. St. 1. Leipzig, bey Cnob⸗ loch, wo der Rec. fagte:S. 5. ſteht, vermuthlich durch Druckfehler: nescio an ulla ſtatt nulla. Allein ich geſtehe, daß ich abſichtlich ſo geſchrieben habe und auch heute noch in dem nämlichen Falle ſo ſchreiben würde, weil ich damit ein beſtim mtenegatives Urtheil aus⸗ drücken wollte. Die ganze Stelle in dem Programme utete: Quando discipulus priscos legere coepit, ex- itationes latine scribendi nescio an ulla alia ratio- melius institui possint, ac si, quae in priscis lecta

que vernaculam ab ipso per literas fuerunt trans- ata, seposito auctoris libro latine rursus vertat.

So ſehr es mich freuen ſollte, wenn das Urtheil Sachkundiger dahin ausfallen ſollte, daß ich durch meine Bemerkungen einen ſchon oft von den Philologen beſpro⸗ chenen, aber noch nicht völlig auf's Reine gebrachten Gegenſtand der lat. Sprachforſchung etwas mehr zur Gewißheit geführt habe, ſo wird doch auch eine mit halt⸗ baren, aus den Claſſikern hergenommenen, Gründen un⸗ terſtützte Widerlegung oder Zurechtweiſung mir nicht un⸗ willkommen ſeyn; denn mir iſt es um Ueberzeugung zu thun, und ich kann mit Plautus ſagen:

Ego verum amo, verum volo dici.

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