Aufsatz 
Der Unterricht in der französischen Grammatik nach Dr. G. Ploetz, Elementarbuch E
Entstehung
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III. Chronik des Gymnasiums.

Das Sommerhalbjahr begann am 9. April 1907 mit der Einführung des wissenschaft- lichen Häülfslehrers Herrn Dr. Dettmering, der Herrn Professor Dr. Brackmann entlasten sollte, während Herr Probekandidat Sander ferner Herrn Lehrer Fiedler bis zu den Sommer- ferien vertrat. Zum Oberlehrer an der Anstalt ist ernannt Herr Dr. Rudolf Klee

Rudolf Klee, geb. am 16. Mai 1880 zu Rinteln a. d. W., besuchte die Volksschule und darauf das Gymnasium daselbst. Ostern 1899 erwarb er sich das Zeugnis der Reife und studierte nun in Marburg und Berlin Theologie, Hebräisch und Deutsch; am 26. Pebruar 1904 bestand er zu Marburg die Lehramtsprüfung für höhere Schulen. Zu seiner praktischen Ausbildung wurde er zunächst dem Seminar am Gymnasium zu Wiesbaden überwiesen, von Weihnachten des Jahres an bis Ostern 1907 wurde er dann mit der Vertretung eines Oberlehrers am Gymnasium Philippinum zu Marburg beauftragt und am 27. März 1907 zum Oberlehrer daselbst ernannt. Am 20. Dezember 1906 hatte er sich zuvor die philosophische Doktorwürde mit einer Ab- handlung überDas mittelhochdeutsche Spiel vom jüngsten Tage erworben.

Vom 13. bis 19. Juli wurde Herr Professor Dr. Wilhelmi zum Zweck einer Bade- reise beurlaubt, vom 20. August bis Ende des Schuljahres Herr Professor Brackmann wegen einer archivalischen Forschungsreise, vom 20. bis 28. September der Direktor wegen der

Philologenversammlung in Basel.

Die herkömmlichen Feste wurden in folgender Weise begangen. Am 8. Mai fand die Generalversammlung des hessischen Philologenvereins in Hofgeismar statt, am 14. Mai der Frühlingsspaziergang nach dem Frauenberg, am 6. Juli die Furnfahrt; die Primaner gingen durch das Lahn- und IIse-Tal nach Dillenburg. Am 2. September wurde unter zahlreicher Beteiligung des Publikums der Sedantag in gewohnter Weise durch ein Schauturnen auf Spiegels- lust gefeiert. Wegen der Hitze fiel der Unterricht nur einmal aus.

Am 13. Juli revidierte Herr Jung von der Kunstgewerbeschule in Cassel den Zeichen- unterricht, am 6. September hielt Herr Provinzial-Schulrat Dr. Baier die Reifeprüfung ab.

Bei Beginn des Winterhalbjahres am 18. Oktobert trat Herr Probekandidat Thiede ein, während Herr Kandidat Sander nach Sachsenhausen an die Oberrealschule überging; am 25. November wurde Herr Probekandidat Dr. Küster überwiesen. Zu Anfang Januar musste Herr Professor Dr. Wilhelmi seine Tätigkeit wegen der Teilnahme an der General- synode 6 Tage aussetzen. Vom 10. Februar ab wurde Herr Lehrer Fiedler auf seinen Antrag aus Gesundheitsrücksichten durch die Herren Kandidaten teilweise entlastet.

Das Reformationsfest wurde am 31. Oktober durch einen Vortrag des Herrn Dr. Dett- mering feierlich begangen, der Gedenktag der h. Elisabeth am 25. November durch eine Ansprache che des Herrn Oberlehrer Dr. Klee, Kaisersgeburtstag am 27. Januar 1908 durch eine Rede des Herrn Oberlehrer Armbrösterüber den Prinzen Louis Ferdinand. Vorher führten die Unterprimaner unter desselben Herrn Leitung die meisten Scenen ans WildenbruchsQuitzows vor einer zahlreichen Zuhörerschaft mit hingebendem Eifer und trefflichem Erfolge auf.

Die Reifeprüfung fand am 11. und 12. März 1908 unter dem Vorsitz des Direktors statt

er Gesundheitszustand befriedigte bis Weihnachten; dann wurde, wie im Vorjahre, eine grössere Zahl von Schülern durch Erkältungskrankheiten und Influenza heimgesucht. Vom Lehrerkollegium musste Herr Professor Schenkheld 2 Wochen aussetzen, Herr Pro- fessor Reinhard 3 Wochen, andere Herren kürzere Zeit.

Herr Oberlehrer Stange wurde auf 8 Tage zur Information über den Turnlehrerkursus nach Berlin beurlaubt; vom 1. April trat er eine achtwächentliche Ubung an.

Den Herren Sander und Dr. Dettmering, der als Oberlehrer nach Limburg berufen ist, spricht der Berichterstatter den Dank der Anstalt für die geleisteten Dienste aus.