Aufsatz 
Der Unterricht in der französischen Grammatik nach Dr. G. Ploetz, Elementarbuch E
Entstehung
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eine Arbeit. Wiederholung der gesamten Syntax. Einiges aus Stilistik und Synonymik. 6 Oden memoriert. Wilhelmi.

Griechisch. 6 St. Plato, Apologie und Crito, die geschichtlichen Teile des Phaedon. Sophocles, Electra. 1 Chor memoriert. Biese, Griechische Lyriker in Auswahl, besonders Elegiker und melische Dichter. Demosthenes, 1. und 3. Phil. Homer, Ilias I XII. 50 Verse memoriert. Wiederholungen aus der Grammatik. Alle 14 Tage abwechselnd eine schriftliche Uebersetzung ins Griechische und ins Deutsche. Direktor.

Französisch. 3 St. Corneille, Cid. Ségur, Histoire de Napoléon et de la grande armée. Zola, La Débâcle. Grammatische Wiederholungen, einiges aus Stilistik und Syno- nymik im Anschluss an die Lektüre. Alle 3 Wochen eine Arbeit. Stange.

Hebräisch. 2 St. Kombiniert mit Prima 1. Klee. Englisch. 2 St. Kombiniert mit Prima 1. Schumann.

Geschichte und Erdkunde. 3 St. S.: Römische Kaisergeschichte im Überblick. Ge- schichte des Mittelalters 375 1272. W.: Geschichte der Jahre 1273 1648. Zahlentabellen. Länderkunde Europas(12 Stunden). Brackmann, dann Becker.

Mathematik. 4 St. Arithmetik: Schwierigere Gleichungen des 1. und 2. Grades. Linseszins- und Rentenrechnung. Kettenbrüche und diophantische Gleichungen. Planimetrie und Trigonometrie: Dreiecks- und Kreiskonstruktionen im Anschluss an die Lehre von der

Ahnlichkeitslehre(Lieber und v. Lühmann III). Stereometrie nebst Ubungsaufgaben. Alle 3 Wochen eine Arbeit. Ewoldt.

Physik. 2 St. S.: Mechanik. W.: Akustik. Ewoldt.

Sekunda 1. Ordinarius: Professor Engelhardt.

Religionslehre. 2 St. a) Evangelische. S.: Erklärung der Apostelgeschichte nach der UÜbersetzung von Weizsäcker unter Heranziehung des Urtextes. W.: Erklärung des 1. Briefes an die Korinther. Kirchengeschichtè bis 312. Wiederholung von Liedern, Kate- chismus, Sprüchen. Armbröster. b) Katholische: Kombiniert mit Prima 1. c) Jüdische: Desgleichen.

Deutsch. 3 St. S.: Einführung in das Nibelungenlied im Urtext, Ausblicke auf die nordische Sage und die grossen germanischen Sagenkreise. Schillers Braut von Messina. Lessings Minna von Barnhelm. W.: Einführung in höfische Epik und Lyrik; Walther von der Vogelweide(im Urtexte). Auswendiglernen von Strophen. Kleists Hermannschlacht. Sprachgeschichtliche Belehrungen. Klee.

Themata der Aufsätze:

1. Welchen natürlichen Vorzügen verdankt Europa seine Führerstellung in der Weltgeschichte? 2. a) Was erfahren wir aus ScheffelsEkkehard über Pflege der Dichtung und deutschen Sage im 10. Jahrhundert? b) Mit welchem Rechte hat man Griechenland das Deutschland des Alter- tums genannt? 3) Mit welchem Rechte kann Uhland Hagen dengetreuesten zugleich nnd den ungetreuesten Mann nennen?(Klassenaufsatz). 4. In welcher Weise sucht Hauff imLichten- stein seine württembergische Heimat zu verherrlichen? 5. Mit welchem Rechte sagt Treitschke, dass in KleistsMichael Kohlhaas das psychologische Interesse überwiege? 6. Inwiefern lässt sich das Wort Sallusts:Concordia parvae res crescunt, discordia maxumae dilabuntur auf die Geschichte des alten Griechenlands anwenden? 7. Ritter und Bauern imArmen Heinrich Hartmanns von der Aue und imMeier Helmbrecht(Klassenaufsatz). 8. Welches Heldenbild tritt uns in Homers Odysseus entgegen?

Latein. 7 St. S.: Sallust, Bellum Iugurthinum; Vergil Aeneis VIIX(nach Lange). W.: Livius XXI. Cicero, pro Archia. Verg. Aen. XI XII in Auswahl. 50 Verse memoriert.