Aufsatz 
Über Verschmelzung lateinischer Adjektiva mit nachfolgenden Substantiven zu einem Gesamtbegriffe
Entstehung
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21 II. Reaſtproqunasium.

Unter-Sekunda. Ordinarius: Dr. Schulze.

1. Religion. Kombiniert mit der Prima der Realschule, 2 St. Voemel.

2. Deutsche Sprache. Gelesen und erklärt wurde im Sommer: Wilhelm Tell, im Winter: Hermann und Dorothea; ausserdem im Sommer: Abschnitte aus dem Nibelungen- liede, aus der Gudrun, im W. Gedichte Walthers von der Vogelweide. Privatim gelesen: Maria Stuart, Götz von Berlichingen und Minna von Barnhelm. Daran anknüpfend, Uebungen im freien Vortrage. Einzelne Prosaabschaitte, wie von Lessing, Herder, W. von Humboldt gelesen in Hopf und Paulsieck für Sekunda. Besprochen und zum grössten Teil memoriert wurden ausgewählte Gedichte von Schiller, Goethe, Uhland, Körner u. a. Daran angeschlossen wurden Belehrungen über Metrik und Poetik. Viele Dispositionsübungen an gegebenem Thema.

Bearbeitet wurden von den Schülern folgende Themata: 1. Einigkeit macht stark. 2. Gedankengang des Gedichtes:Das eleusische Fest von Schiller. 3. Der Apfelschuss (nach Wilhelm Tell).(Klassenaufsatz). 4. Wodurch erweist sich Tell als Mann der That? 5. Schicksale der Deutschen auf dem dritten Kreuzzuge bis zum Tode Barbarossas. 6. Fortes fortuna adiuvat.(Klassenaufsatz). 7. Welehes Charakterbild entwirft Goethe vom Wirte zum goldnen Löwen. 8. Welche Verdienste erwarben sich die sächsischen Kaiser um das deutsche Volk? 9. Wie überwand Schiller die Hemmnisse und Schwierigkeiten, die sich der Erfüllung seiner Aufgabe in den Weg stellten?(Klassenaufgabe). 10. Prüfungsaufsatz. 3 St. Bauder.

3. Lateinische Sprache. Gelesen wurde die 1. 3. 4. Rede Ciceros gegen Catilina, Ovids Metamorph. V, 341 571, VI, 146311, Caes. de bello gall. c. 1 30. In der Grammatik wurde die Moduslehre durchgenommen, die übrigen Abschnitte der Syntax repetiert; mündliche Uebersetzungen nach Ostermanns Uebungsbuch für Tertia. Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale. 5 St. Schulze.

4. Französische Sprache. Grammatik: Die Syntax des Artikels, Adjektivs. Adverbs und Pronomens; Casusſehre der Verben; Wiederholung der ganzen Formenlehre und Syntax; Schulgrammatik von Ploetz. Lektion 58 78. Wöchentlich ein Exercitium, Extemporale oder Diktat. Lektüre: Michaud, Histoire de la 3. Croisade; 8égur, Histoire de Napoléon; Auswahl von Gedichten, ed. Gropp und Hausknecht. Einige Gedichte wurden auswendig ge- lernt; an die Lektüre wurden entweder Retroversionen oder. Sprechübungen angeschlossen. 4 St. Achard.

5. Englische Sprache. Grammatik: Sonnenburg, Repetition des früheren Pen- sums und Fortführung bis Lektion 41. Lektüre. Walter Scott, Tales of a Grandfather. Ge- dichte aus Gropp und Hausknecht memoriert. Sprechübungen. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit(Häusliche Exercitien, Extemporalien, Diktate). 3 St. Giesse.

6. Geographie Allgeweine Geographie. Die Länder Ruropas, besonders Deutsch- land. Uebungen im Kartenzeichnen. 1 St. Spranck..

7. Geschichte Geschichte des Mittelalters bis zu den Kreuzzügen. Griechische Geschiehte. Wiederholung der in früheren Klassen gelernten Partieen. Memorieren der Zahlen des Kanons. 2 St. Bauder...

8) Mathematik. a. Geometrie: Die Aehnlichkeit der Figuren, die regulären Polygone, Rectification und Quadratur des Kreises. Das Wichtigste aus der ebenen Trigonometrie. Uebungen in planimetrischen und trigonometrischen Bereehnungen und der Konstruktion al- gebraischer Ausdrücke(Kambly). 5. Algebra: Die geometrische Reihe, negative und ge- brochene Exponenten, Logarithmen, Zinseszins- und Rentenrechnung, quadratische Gleichungen mit mehreren Unbekannten(Heis). 5 St. Glaser.

9. Naturbeschreibung. Im Sommer-Semester Pflanzenanatomie. Uebungen im Bestimmen und Beschreiben compliziert organisierter Pflanzen. Im Winter-Semester: Die Ce- phalopoden, Gastropoden, Brachiopoden, Lamellibranchiaten, Tunikaten. Uebersicht über die Ordnungen und Familien der Insekten. 2 St. Spranck.