Aufsatz 
Aus der Mainzer Vergangenheit. Aufsätze zur Belebung des Geschichtsunterrichtes : 1. Teil
Entstehung
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Vorbemerkungen.

Heimatgeschichte in dem Lehrplan des Mainzer Gym- nasiums, eine bibliographische Einführung in die Mainzer Geschichte. So lautete die Aufschrift der Abhandlung, die Ostern 1927 dem Jahresbericht des Mainzer Gymnasiums beigegeben wurde. Diesmal sollen einzelne Aufsätze geboten werden, die dem Verfasser als Grundlagen oder als An. knüpfungspunkte für den heimatlichen Geschichtsunterricht geeignet erscheinen. Denn die Schüler begrüßen es erfah- rungsgemäß mit Freuden, wenn der Lehrer bei Darstellung der großen Zusammenhänge auf heimatliche Verhältnisse zurückgreift oder durch letztere allgemeinere geschichtliche Erscheinungen zu veranschaulichen sucht. Es sollte sich bei- spielsweise kein Geschichtslehrer in Mainz entgehen lassen, bei Besprechung des dritten Kreuzzuges den vorbereitenden Hoftag Christi(27. März 1188) lebendig zu schildern. ¹)

Die nachstehenden Aufsätze berühren sehr Verschieden- artiges. Da sie nicht ein zusammenhängendes Ganze bilden, so gestatten sie eine Auswahl je nach der Richtung, die im Geschichtsunterricht bevorzugt wird, mag diese die politische oder kulturgeschichtliche sein.

Die einzelnen Abhandlungen sind zum Yeil bereits in dieser oder anderer Form in Zeitschriften, Festblättern und Tageszeitungen abgedruckt. Da das Zusammensuchen zer- streuten Materiales die Benutzung nicht unbeträchtlich er- schwert, so hielt sich der Verfasser für berechtigt, einige

¹) Schrohe, Mainz in seinen Beziehungen zu den deutschen Königen und den Erzbischöfen der Stadt(Beitr. z. Gesch. der Stadt Mainz IV 1915) S. 44. Dieser ganze Band dient wissenschaftlichen Zwecken, ist aber auch als Handbuch des Mainzer Geschichtslehrers gedacht. Vergl. auch in dem LesebuchSaat und Ernte 2. Teil 3. Aufl. 1928 die Aufsätze:Das Mainzer Reichsfest S. 138;Guten- berg, der Erfinder der Buchdruckerkunst S. 193;Napoleons Rück- kehr aus Rußland S. 197.