8.
2) Algebra, bei dem Klaſſenführer, nach deſſen Lehrbuche, 2 Stunden wöchentlich: Quadratiſche Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten; Zinſeszins und Rentenrechnung; Permutationen, Variationen und Combinationen mit Anwendung auf die Potenzirung des Binomiums. Unbeſtimmte Gleichungen. Wieder⸗ holung des ganzen arithmethiſchen Lehrſtoffes. 6 l 1: 2ʃ 1ums
3) Kaufmänniſches Rechnen und Buchführung bei Demſelben, nach deſſen Lehrbüchern, 2 Stunden wöchentlich: Aufgaben über alle Arten des kaufmänniſchen Rechnens; Wechſel⸗Commiſſionsrechnung; die 3 Arten der Zinsberechnung bei Contocorrenten; Staffelrechnung; Terminrechnung.— Von den Schülern wurden über ein fingirtes Geſchäft die Einträge in die verſchiedenen Haupt⸗ und Hülfsbücher und der Abſchluß derſelben gemacht. aun naug
D. Naturwiſſenſchaften. 9 Chemie bei dem Director, 4 Stunden wöchentlich, nach eigenem Lehrbuch: Die Chemie der Metalle; organiſche Chemie und ihre Beziehungen zur Phyſiologie und Technologie durch Verſuche erläutert.
2) Phyſik, bei Herrn Albert, nach Schödler's„Buch der Natur“, 2 Stunden wöchentlich: Beendi⸗ gung der Lehre von der Electricität, Optik, Wärme. Aufgaben aus Fliedner's Sammlung phyſikaliſcher Aufgaben. 1991
E. Hiſtoriſche Wiſſenſchaften. 1) Geſchichte, bei Herrn Kölſch, 2 Stunden wöchentlich: Geſchichte Deutſchlands vom 30 jährigen Kriege an bis zum Jahre 1815, nach Welter's Lehrbuch. Ueberſicht der Geſchichte von Mainz..1
2) Geographie bei dem Klaſſenführer, 1 Stunde wöchentlich: Wiederholende Ueberſicht der wichtigſten Länder und Staaten, mit beſonderer Rückſicht auf Producte und Handel, nach Hopf's Handelsgeographie.— Amerika und Auſtralien, nach Schacht's Lehrbuch.
Pe Zeichnen. Bei Herrn Lindenſchmit, 2 Stunden wöchentlich: Fortſetzung der Uebungen wie in der II. Klaſſe.
G. Schänſchreiben. Bei Herrn Magnus, 1 Stunde wöchentlich: wie in der II. Klaſſe.
Ia. Ober-Prima.
RKlaſſenführer: Der Direktor.
A. Religionsunterricht. Gemeinſchaftlich mit I.
B. Sprachen. 1) Deutſche Sprache, bei Herrn Dr. Denk, 3 Stunden wöchentlich: Die Literatur der alten und mittleren Zeit, mit begleitender Lektüre nach Bone’s Leſeb. 2. Thl. Außerdem geleſen und erklärt: Göthe’'s Iphigenie und Taſſo. Uebungen im mündlichen Vortrag. Disponirübungen. Erläuterungen aus der Aeſthetik, Rhetorik, Stiliſtik in Anknüpfung an Lektüre und Aufſatz. Themata der Aufſätze: 1.„Es gibt kein Zeichen der Höflichkeit, welches nicht einen tiefen ſittlichen Grund hätte.“ 2. Wodurch die Geſchichte unſer Intereſſe erregt, und inwiefern Göthe mit Recht behaupten konnte, daß das Beſte, was wir von ihr haben, die Begeiſterung iſt. 3. Es wird Krieg. 4. Fatum und Vorſehung in Schiller's erzählenden Gedichten. 5. Lykurg und Solon, eine Parallele. 6.„Fluchwürd'ger Argwohn, unglückſel'ger Zweifel! Es iſt ihm Feſtes nichts und Unverrücktes, Und Alles wanket, wo der Glaube fehlt!“ 7. Göthe's Iphigenie und Schiller's Beatrice. 8.„Die gelinde Kraft iſt groß.“ 9. Die Zuſtände Italiens zur Zeit des Torquato Taſſo, nach Göthe.
2) Franzöſiſche Sprache, bei Herrn Simon, 4 Stunden wöchentlich. Geleſen wurden aus Plötz „Manuel de la littérature française“ theils ſtatariſch, theils kurſoriſch, Muſterſtücke des XVII., XVIII. und XIX. Jahrhunderts mit literariſchen Erläuterungen; ein deutſches Luſtſpiel wurde ins Franzöſiſche überſetzt; monatlich ein Aufſatz.
3) Engliſche Sprache, bei Herrn Dr. Manefeld, 3 Stunden wöchentlich. Aus W. Irving, Sketch Book, 13 Stücke geleſen und zum Theil ſchriftlich überſetzt; Shakespeare, Coriolanus, I.— III. Akt.
C. Mathematik. 1) Geometrie, bei Herrn Albert, 3 Stunden wöchentlich. Wiederholung aus der ebenen und körperlichen Geometrie und der ebenen Trigonometrie. Sphäriſche Trigonometrie. Analytiſche Geometrie der Ebene, und zwar die gerade Linie, der Kreis, die Ellipſe unter mehrfacher Anwendung der Deter⸗ minanten. Zahlreiche Aufgaben aus der Sammlung mathematiſcher Aufgaben von Martus wurden durchge⸗ nommen. Fortſetzung aus der darſtellenden Geometrie: Aufgaben über die Ebene; das körperliche Dreieck. Durchſchnitte der Polyeder und runden Körper mit Ebenen; Berührungsebenen zur Kegelfläche, Cylinderfläche und zu Rotationsflächen.
2) Arithmetik, bei Herrn Ritſert, 4 Stunden wöchentlich. a) Algebra: Kubiſche Gleichungen; tranſcendente Gleichungen; Theorie der höheren Gleichungen. b) Analyſis: Combinationslehre; der binomiſche


