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Dieser Schrank S, der mit dem Experimentiertisch gleiche Höhe hat und 80 cm breit und 1,50 m lang ist, steht mit seiner einen Längsseite an der Fensterwand und mit seiner hinteren Schmalseite in gleicher Höhe mit der hinteren Kante des Experimentiertisches. Der Abstand zwischen Tisch und Schrank ist so gewählt, dass die aufgeklappte Platte a gerade hineinpasst. Der Schrank ist innen durch eine Zwischenwand in zwei Teile geteilt, und jeder Teil mit einer Türe versehen, die eine an der Längsseite bei A, die andere an der Schmal- seite bei B. In dem Teile A sind alle Gläser, wie Bechergläser, Kochkolben, Reagenzgläser u. s. w., soweit sie im physikalischen Unterricht gebraucht werden, untergebracht. Der andere Teil dient zur Aufnahme der Projektionslampe mit allem Zubehör. Da sich hier auch die eine Anschlusssteckdose für die Lampe befindet, so braucht diese nur aus dem unteren Kasten heraufgenommen zu werden, um gebraucht werden zu können. Der Projektionsschirm befindet sich gegenüber in der Ecke schräg zu den Sitzplätzen, derart, dass man bei einer kleinen Drehung des Körpers ebenso bequem sehen kann, wie wenn der Schirm in der Mitte der Tafelwand hinge. Wenn der Schirm nicht im Gebrauch ist, hängt er aufgerollt an der Decke. Für Versuche, bei denen die Projektionslampe benutzt wird, ist an dem Schrank noch die aufklappbare Platte b angebracht, um weitere Apparate vor der Lampe aufbauen zu können. Die Entfernung von der Lampe bis zur Tafelwand beträgt 3,25 m und ist somit hinreichend für alle Versuche mit dem durch das Prisma vom Tische ab nach hinten ge- brochenen Lichtstrahl. Wir finden daher diese Aufstellung der Projektionslampe sehr zweckmässig. Ihr besonderer Vorzug ist, dass man in allen Fällen seine Stellung vor den Schülern behält. ¹)
Der Raum unter der Platte des Experimentiertisches ist durch senkrechte Scheide- wände in 4 Abteilungen eingeteilt, die durch Türen abgeschlossen sind. In einer dieser Abteilungen werden grössere Gegenstände, wie Stative u. s. w. untergebracht. Die anderen sind durch Querbretter in Gefächer geteilt, in die achteckige, offene Holzkästen, die je nach der Verwendung höher oder niedriger sind, gestellt werden. In diese Kästen werden die beim Experimentieren öfter gebrauchten allgemeineren Gegenstände gelegt. Solche Kästen sind billig und haben den Vorzug, sich bequem stellen, herausnehmen und beliebig verstellen zu lassen; auch kann man mit ihnen den ganzen Raum bis hinten hin ausnutzen.
Der Wasseranschluss ist an dem Schrank S bei A gemacht. Wir haben zwei Hähne anbringen lassen, den einen unmittelbar unter dem Abflussbecken, den anderen an einem Rohrstutzen, der auf der Schrankplatte aufgesetzt ist. An dem letzteren ist eine Wasserluft- pumpe aus Metall mit einem Gummischlauch aufgesteckt und so die Frage der Wasserluft- pumpe auf die einfachste Weise gelöst. Ubrigens will ich hier bemerken, dass man niemals ver- gessen sollte, bei einer solchen Pumpe gleich ein Rückschlagventil anbringen zu lassen. Bei uns fehlt ein solches Ventil, und wir haben daher schon einigemal die bekannte Erfahrung machen müssen, dass gerade, wenn der Rezipient beinahe ausgepumpt ist, in der Nähe an der Wasserleitung gezapft wird, und infolge dessen einem das Wasser in den Rezipienten schlägt. Die in unserem alten Lehrsaal aufgebaute Wasserluftpumpe und das Wasserstrahlgebläse haben wir an ihrem Platze gelassen und nur ein Rohr für Druckluft unter dem Boden her in den jetzigen Lehrsaal an den Experimentiertisch gelegt. Wenn das Gebläse nicht da gewesen wäre, hätten wir ruhig darauf verzichtet; denn mit dem Tretblasebalg lassen sich die Ver- suche, wenn auch etwas weniger bequem aber ohne das prasselnde Geräusch des herab- fliessenden Wassers, das gerade bei den akustischen Versuchen, wo das Gebläse hauptsächlich
¹) iiber den Projektionsapparat und seinen Platz im Hörsaal vergleiche auch die Bemerkungen von W. Volkmann in seinem Buché„Der Aufbau physikalischer Apparate usw.“, Berlin, Springer, 1905 und in seinem Aufsatz in der Zeitschrift für den physikal. Unterricht Bd. 19.


