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schwankungen, die durch die in dem Netz oft in kurzer Zeit vorkommenden Spannungs- schwankungen bis zu 5 Volt bedingt sind, so dass jede feinere Regulierung zwecklos wäre.
Die andere Schaltung, in der die Anlage gebraucht werden kann, ist die Nebenschluss- schaltung. Dabei werden die Hebel so, wie sie in der Figur 2 gezeichnet sind, gestellt. Der Hauptstrom geht dann durch den Vorschaltwiderstand bis zu dem Hebel III und von da zu dem anderen Hauptleiter, während der Strom im Nebenschluss durch das Amperemeter zu den Steckdosen und durch den eingeschalteten Apparat geht. Die Spannung im Nebenschluss wird durch Verschieben der Hebel reguliert. Man schiebt den Hebel II nach links, bis man die gewünschte Spannung annähernd erreicht hat, und bewerkstelligt die feinere Regulierung mit dem Hebel III. Mit dem Hebel I lässt sich auch die Nebenschlussspannung ändern, zu- gleich aber auch die Gesamtstromstärke, die selbstverständlich immer grösser sein muss wie die im Nebenschluss abzuzweigende. Da die höheren unter 110 Volt liegenden Spannungen wohl kaum gebraucht werden, so schadet es nichts, dass der Hebel II nicht bis zum 1. Knopf des Vorschaltwiderstands reicht; ausserdem könnte man sich durch Beidrehen des Hebels I helfen.
Es ist uns schon mehrfach der Einwand gemacht worden, dass bei Verwendung des Nebenschlusses Strom nutzloss verbraucht wird. Dazu ist zu bemerken, dass auch bei der Hauptschlussschaltung der Starkstromanschluss bei allen Apparaten, die nicht für die Netz- spannung konstruiert sind, d. h. also bei nahezu allen, unrationell ist, denn die im Vorschalt- widerstand nutzlos vernichtete Spannung muss auch bezahlt werden. Natürlich wird bei der Nebenschlussschaltung mehr Energie nutzlos verbraucht. Aber wenn man bedenkt, dass unsere Versuche meistens höchstens wenige Minuten dauern, und dass wir gewöhnlich mit schwachen Strömen arbeiten, so kommt dieser nutzlose Mehrverbrauch an Strom bei Ver- wendung des Nebenschlusses kaum in Betracht, besonders aber nicht gegenüber den Amorti- sationskosten für eine Akkumulatorenbatterie, die man sich sonst wohl halten muss.
Das Amperemeter giebt bei der von uns gewählten Anordnung immer die Stromstärke in dem mit der Steckdose angeschlossenen Apparate an, sowohl bei Verwendung des Haupt- als auch des Nebenschlusses. Im letzteren Falle ist es von uns jedoch unangenehm empfunden worden, dass man dabei nicht auch die Gesamtstromstärke messen kann. Wenn man z. B. im Nebenschluss starke Ströme verwendet, so nähert sich oft der gesamte Strom der Sicherungsstromstärke in bedenklicher Weise, ohne dass man es kontrollieren kann. Es würde sich also hier empfehlen, an dem Amperemeter einen Umschalter anzubringen, derart, dass man durch einfaches Umschalten die gesamte Stromstärke und die im Nebenschluss messen könnte.
Zur Anlage gehört noch ein Voltmeter, das mit einem dreifachen Umschalter so an die Leitung angelegt werden kann, wie es Figur 2 zeigt. Steht der Hebel des Umschalters auf 1:1, so erhält man die Versuchsspannung, bei 2:22 die Netzspannung und bei 3: 3 die im Vorschaltwiderstand vernichtete Spannung. Letztere und die Versuchsspannung ergänzen sich zur Netzspannung. Es lässt sich also diese Gesetzmässigkeit des Spannungsabfalles auf einem Leiter an der Anlage demonstrieren, und zu diesem Zwecke sind auch die Ver- bindungen der Kontakte 3: 3 gemacht worden. Diese Kontakte lassen sich jedoch auch anders und vielleicht wertvoller ausnutzen. Verbindet man sie nämlich mit zwei am Experimentier- tisch angebrachten Klemmen, so kann man das Voltmeter für jede in seinen Messbereich fallende Spannungsmessung vom Tisch aus verwenden.
Nebenbei sei bemerkt, dass das Volt- und Amperemeter zusammen gestatten, den
Widerstand des Nebenschlussstromkreises zu bestimmen. Es ist einfach w= 1, wo e die
Versuchsspannung bedeutet. Auf dieselbe Weise lässt sich auch bei Verwendung des Haupt-


