Aufsatz 
Die Umgestaltung der Unterrichtsräume für Physik im Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt
Entstehung
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Stecklöcher. Das weitere Loch steht immer in Verbindung mit dem positiven Pol der Lei- tung, und da an den dickeren Stift eine blaue und an den dünneren eine rote Leitungs- schnur angeklemmt ist, so ist das blaue Ende immer positiv und das rote negativ.

Die zweite Leitung führt zu dem Lehrsaalventilator. Der Vorschaltwiderstand dazu sitzt auf der 2. Schalttafel, von wo aus auch der Ventilator betätigt wird. Solche kleine elektrische Ventilatoren im Preise von 100 M., wie wir sie übrigens in allen Klassenzimmern des Gymnasiums haben, sind sehr empfehlenswert. Sie halten, wenn man sie während des Unterrichts nur schwach laufen lässt, die Luft frisch und rein, und das schwache Geräusch, das sie bei mässigem Laufen verursachen, stört gar nicht. Es ist im Interesse der Gesund- heit von Lehrern und Schülern zu bedauern, dass sie nicht mehr in Gebrauch sind, zumal auch der Stromverbrauch ganz gering ist.

Die nächste Abzweigung führt zu drei auf der Schalttafel des Lehrzimmers sitzenden blanken Klemmen, zu denen also der Strom direkt geführt wird; nur ein die Aussenleiter sichernder, zweipoliger Ausschalter liegt vor den Klemmen. Man kann so, wenn es im Unter- richt nützlich erscheint, direkt von den drei Leitern des Dreileitersystems ausgehen. Auch kann man sich damit bequem Stromkreise, die von den beiden fertig montierten Experimen- tierleitungen unabhängig sind, herstellen.

Schliesslich sind dann diese beiden eben erwähnten Experimentierleitungen abgezweigt. Die eine ist im Arbeitszimmer, die andere im Lehrsaal aufgebaut, und die dazu gehörigen Volt- und Amperemeter sind auf den dort befindlichen, ebenfalls schon erwähnten beiden Marmorschalttafeln montiert.

Die im Lehrsaal befindliche Anlage ist auf dem Nebenschlussprinzip aufgebaut. Wie in Figur 2 schematisch dargestellt ist, sind die Kontaktknöpfe des Vorschaltwiderstandes mit den Kontaktplättchen eines Doppeltzellenschalters durch dicke Kupferdrähte verbunden. Da 40 Kontaktknöpfe, aber nur 16 Kontaktplättchen vorhanden sind, wurde beim Verbinden mit dem letzten Knopfe rechts begonnen und dann immer einer übersprungen. Die letzten 9 Kontaktknöpfe links bleiben so frei. Da die dicken, kupfernen Verbindungsdrähte nahezu widerstandslos sind, so wurde durch diese Anordnung erreicht, dass auf den Knöpfen des Vorschaltwiderstands drei verschiedene Kontakthebel spielen können. Dies lässt sich ja woh einfacher erreichen. Wir sind zu dieser Anordnung dadurch gekommen, dass wir einen vor- handenen Vorschaltwiderstand benutzen wollten. Der Widerstand wurde neben die Schalt- tafel an die Wand und der Doppeltzellenschalter auf die Tafel gesetzt. Das Ganze hat sich aber so praktisch und handlich und dabei so gefällig montieren lassen, dass die ganze An- ordnung auch für vollständige Neueinrichtungen warm empfohlen werden kann.

Die Anlage kann nun in zwei verschiedenen Schaltungen gebraucht werden. Legt man den Hebel III nach rechts um(nach unserer Figur), so dass er keine Kontaktplatte be- rührt, und bringt dann den Hebel II auf die letzte Platte rechts, so fliesst der Strom von dem einen Hauptleiter durch den Vorschaltwiderstand bis zu dem letzten Knopfe, von da zu dem Hebel II, durch das Amperemeter nach den Steckdosen, dann durch den eingeschalteten Apparat zu dem anderen Hauptleiter, und man hat die Hauptschlussschaltung. Die Strom- regulierung geschieht mit dem Hebel I, etwaige feinere Regulierungen lassen sich mit dem Hebel II durch Ausschalten der an dem rechten Ende liegenden kleinen Widerstandsstufen bewerkstelligen. Der Vorschaltwiderstand enthält 82 Q in 40 Stufen, wobei diese von links nach rechts abnehmen. Die letzten Spiralen auf rechter Seite haben ¼ Q Widerstand. Durch Ausschalten einer solchen Spirale erhält man eine Stromstärkeänderung, die, wie eine ein- fache Rechnung lehrt, bis zu Stromstärken von etwa 20 Ampere kleiner ist als die Strom-

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