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5. Männerchor, wöch. 1 St. Die Tenor- und Bassstimme, 4. Körperübungen. wie vorstehend. I. bis VII. kl. wöch. 4 St. Im Sommer: Riegenturnen auf dem Turnplatze mit allen Schülern des Gym- nasiums, im Winter wöch. 3 St. Einübung der 6. Gemischter Chor, wöch. 1 st. Choräle, Lieder, Vorturner an Reck und Schwingel und Turnen Hymnen. Reichard. mit einer Riege Freiwilliger. de Laspée.
C. Aesthetische Bildung.
Das im vorjfährigen Programm darüber Gesagte gilt auch für das ebenverflossene Schul- jahr. Aus Prima und Obersekunde hatten sich an dem für sie nicht mehr verbindlichen Gesangunterricht 11 Schüler betheiligt. Auch war wieder ein Privatgesangverein unter den Gymnasiasten zusammengetreten, der mit Beifall Proben seiner Leistungen in einem öffent- lichen Konzerte ablegte.— Zum bprivatunterricht im Tanzen, Reiten, Fechten und Schwimmen sowie zur Weiterbildung in der Musik, dem Zeichnen und Malen fehlt es nicht an Gelegen- heit.— Der nur den Schülern der zwei Oberklassen gestattete Reitunterricht wird von einem dazu angestellten Reitlehrer um einen ermässigten Preis ertheilt und ist im verflosse- nen Jahre von 6 Schülern benutzt worden.
D. Diseciplin.
Bemerkenswerthe Disciplinarfälle sind auch im verflossenen Schuljahre nicht vorgekom- men. Das Betragen der Schüler gab zu keinen Klagen Veranlassung; doch wendet sich die Anstalt wiederholt mit der Bitte an Eltern, Hauswirthe und die hiesige Polizeibehörde, ja an einen jeden, der es mit der Jugend wohl meint, dem Gymnasium ihre Unterstützung bei der disciplinarischen Ueberwachung der Schüler zu Theil werden zu lassen.
E. Physisches Wohl der Lehrer und Sehüler.
Die Anstalt hatte nur die durch das ganze Schuljahr sich hinziehende Krankheit des Professors Schmitthenner zu bedauern, indem der Gesundheitszustand bei den übrigen Lehrern und Schülern, unbedeutende Störungen abgerechnet, im Ganzen gut gewesen ist.
II. Chronik des Gymnasiums.
Anfang des Schuljahres den 7. April 1856.— Pfingstferien vom 10— 18. Mai.— Turnfahrt in drei Abtheilungen. Mit der ersten den 24., 25., 26. und 27., mit der zweiten den 24. und 25. und mit der dritten den 25. Juli.— Weil der Versammlungssaal des Gymnasiums noch immer von Herzoglicher Landesregierung als Registraturlokal benutzt wird, so konnte auch diess Mal das Geburtsfest Seiner Hoheit des Herzogs am 24. Juli nicht auf die sonst gewöhnliche Waeise von dem Gymnasium gefeiert werden.— Herbstprü- fung den 4. und 5. September.— Anfang des Winterhalbenjahres den 6. Oktober.— Weih- nachtsferien vom 24. Dezember 1856— 5. Januar 1857.— Konzert und Ball der Gymnasi- asten den 31. Januar.— Schriftliche Maturitätsprüfung zum Abgang auf die Universilät vom 4.— 11. Februar.— Ausser dem Versammlungssaale war der Anstalt während des Schul- jahres noch ein Klassenzimmer für Herzogliche Regierungsregistratur entzogen.
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