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Schülern Beiträge zum Kauf eines Harmoniums. 20 Herren ſandten ſo bedeutende Summen, daß ein herrliches Inſtrument erworben werden konnte.
Von beſonderen Feſtlichkeiten im Schulleben iſt neben den vaterländiſchen Gedenkfeiern, den Geburtstagen S. M. des Kaiſers und S. D. des Fürſten, das„Schulfeſt“, eine waldeckſche Eigen⸗ tümlichkeit, zu erwähnen. Es wurde durch die Schulordnung von 1855 eingeführt und wird von allen waldeckſchen Schulen, höheren wie niederen, gefeiert. Am Johannistag findet die kirchliche Feier ſtatt, am Nachmittag oder am folgenden Mittwoch die weltliche, die zu einem rechten Volksfeſt geworden iſt, welches alt und jung, Schüler, Eltern und Lehrer in heitrer Fröhlichkeit vereinigt. Turnen und Wandern werden ſchon ſeit vielen Jahren eifrig be⸗ trieben. Als noch keine Eiſenbahn Arolſen mit der großen Welt verband, pflegten ſchon die Schüler der oberen Klaſſen mit ihrem Turnlehrer, Hofgoldſchmied Drube, nach dem Hermannsdenkmal zu wandern, die rauhen Berge des Up⸗ und Sauerlandes zu er⸗ ſteigen. Seit 1892 wurde fleißig Fußball geſpielt; 1901 und 1902 unternahmen die Sekundaner unter Führung eines Ober⸗ lehrers Ferienreiſen nach der Saalburg, dem Rhein- und Lahntal und der Eifel.
Rektoren bezw. Direktoren.
Groscurth, Herbſt 1852— Herbſt 1868, 1856 von S. D. dem Fürſten zum Direktor ernannt. † 4. Aug. 1875.
Pflücker, Januar 1869— 1872. † 18. Nov. 1872.
Böſch, 1873— Herbſt 1883, † als Oberlehrer an der Kloſter⸗ ſchule Ilfeld.
Dr. Ebersbach, Herbſt 1883— Herbſt 1894, von da ab Direktor, trat 1903 in den Ruheſtand.
Dr. Menk, ſeit Herbſt 1903.
Ordentliche Lehrer bezw. Oberlehrer. Bartling, Oſtern 1871— 73, † als Profeſſor der Oberreal⸗ 4 ſchule zu Barmen.


