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höheren Bürger⸗ oder Realſchule veranlaßt wurden. Als Unter⸗ richtsgegenſtände dachte man ſich vor allem deutſche Sprache und Mathematik, daneben aber Naturkunde, Geographie, Geſchichte, Anfangsgründe der Chemie in gewerblicher Hinſicht, Technologie, waldeckſche Landeskunde mit beſonderer Berückſichtigung des Ge⸗ werbes, neuere Sprachen, allgemeine Wirtſchaftslehre und Zeich⸗ nen. An eine ſelbſtändige Anſtalt ſcheint der Verfaſſer nicht ge⸗ dacht, ſondern vielmehr eine Ergänzung der Volksſchule in zwei Klaſſen, für welche drei Lehrer genügen ſollten, im Auge gehabt zu haben. Der Verwirklichung des Planes ſtand freilich entge⸗ gen, daß die damalige waldeckſche Volksſchule nicht imſtande war, zum Beſuch der höheren Bürgerſchule vorzubereiten, und die ſo notwendige Verbeſſerung des Volksſchulweſens eben erſt eingeleitet worden war.
Es vergingen noch elf Jahre, bis die erſten Schritte zur Ausführung getan wurden. 1848 war mehrfach im Landtag die Rede davon, es wurde auch die Verbindung ſog. Realklaſſen mit dem Gymnaſium in Korbach vorgeſchlagen, doch ließ man ſchließlich wegen Mangels an Mitteln die Sache auf ſich beruhen.
Anfang 1852 befaßte ſich der Gemeinderat zu Arolſen näher mit der Angelegenheit und beſchloß, die Bürgerſchule derart neu zu organiſieren, daß nicht nur die Elementarſchule verbeſſert, ſon⸗ dern auch eine Anſtalt geſchaffen werde, welche Gelegenheit zur Vorbereitung auf ein Gymnaſium oder eine polytechniſche Schuler biete. Der damalige Rektor Groscurth leitete nun ſchon neben der Bürgerſchule eine Privatanſtalt für Knaben und Mädchen, die höhere Ziele erſtrebte und die Schüler bis zur Sekunda eines Gymnaſiums vorbereitete. Außerdem beſtand am Orte die höhere Töchterſchule des Frl. Speyer, die ſich beſten Rufs erfreute. Dieſe verſchiedenen Anſtalten wurden 1852 unter einheitliche Lei⸗ tung geſtellt. In der Kuabenſchule ſollte der Unterricht ſich fol⸗ gendermaßen geſtalten:
Religion..... in 2 Klaſſen mit 4 St. wöchentlich Deutſich.....„ 3„„ 7„„ Latein......„ 3„„ 18„„
Griechiſch.....„ 1„„ 4„„


