Uebersicht der im Schuljahre 1872— 73 behandelten Gegenstände.
Tertia. Ordinarius: Gymnasiallehrer Schmidt.
Deutsche Sprache.(3 St. wöchentl.) Lectüre und Erklärung prosaischer und poetischer Stücke aus Masius deutschem Lesebuch. Reproduction des Gelesenen. Die wichtigsten Gedichte wurden auswendig gelernt. Monatlich ein deutscher Auf- satz. Im Sommer Schmidt, im Winter Ebenau.
Lateinische Sprache.(5 St. wöchentl.) a. Gram- matik 2 St. Die Syntax der Casus nach Spiess „die wichtigsten Regeln der Syntax“; alle wich- tigeren syntactischen Regeln wurden wiederholt, so oft sich in der Grammatik oder Lectüre Gelegen- heit dazu bot. Von den entsprechenden Uebungs- beispielen in„Spiess für Tertia“ wurden wöchent- lich 1— 2 Stücke zu Hause übersetzt. Pxercit. scholastic. meistens nach Dictaten. b. Lectüre. Caesar de bello Gallico lib. IV, V. Ausgewählte Stücke aus Ovid's Metamorphosen. Schmidt.
Französische Sprache.(4 St. wöchentlich.) a. Grammatik: Abschnitt II. in Ploetz II. von Lection 1— 23 über unregelmässige Verben; Repe- tition sämmtlicher unregelmassigen Verben; in- transitive, reflexive und und unpersönliche Verben nach Abschnitt III. Lection 24— 28 genannter Grammatik; mündliche und schriftliche Einübung sämmtlicher Regeln. b. Lectüre ausgewählter Stücke und einzelner Lieder von Béranger nach Lüdecking's Lesebuch. Im Sommer May, im Winter Aug. Schmidt.—
Englische Sprachc.(4 St. wöchentl.) Crüger's Elementarbuch der englischen Sprache wurde ganz durchgenommen. Sämmtliche deutsche Uebungs- stücke wurden schriftlich übersetzt. Schulexercitien. Im Sommer Dr. Schneider, im Winter May.
Religion.(2 St. wöchentl.) a. Protestanten: Bibelkunde des neuen Testaments nach Beck, das
Christenthum nach Geschichte und Lehre, Theil I, §. 131— 210. Krebs. b. Katholiken: binirt mit II. Caplan Hilpisch.
Geschichte.(2 St. wöchentl.) Die Geschichte des Preussischen Staates bis zur Erneuerung des deut- schen Reichs und der deutschen Kaiserwürde. Nach Pütz' Leitfaden. Bellinger.
Geographie.(2 St. wöchentl.) Physische und po- litische Geographie des deutschen Reichs, Deutsch- Oesterreichs, der Schweiz, der Niederlande und Dänemarks. Im Sommer Dr. Schneider, im Winter A. Schmidt.
Arithmetik.(3 St. wöchentl.) Gleichungen vom I. Gr. mit einer Unbekannten; die Lehre von den Potenzen; die vier Species und Proportionslehre repetitorisch. Sämmtliche Aufgaben in S. 61 und §. 63 der Sammlung von Heis wurden gerechnet.
May.
Geometrie.(3 St. wöchentl.) Planimetrie nach
Wittstein. Geometrische Constructionen. May.
Com-
Naturgeschichte.(2 St. wöchentl.) Im Sommer: Bestimmung von Pflanzen. Im Winter: Conchy-
liologie. Henrich. Zeichnen.(2 St. wöchentl.) Erklärung der ver-
schiedenen Arten Gegenstände bildlich darzustel-
len. Theorie des Situations- und Kartenzeichnens.
Erklärung der Hauptregeln der Perspective und
der Schattenlehre. Ornamentenzeichnen nach Vor-
lagen. Zeichnen nach Gypsmodellen und Schat-
tiren derselben vermittelst des Wischers.
De Laspée.
Gesang.(1 St. wöchentl.) Elementarl. Schmitt.
Untersecunda. Ordinarius: Gymnasiallehrer May. Deutsche Sprache.(3 St. wöchentl.) Lectüre und Erklärung der wichtigsten Balladen und kultur-
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