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und auf der Rückkehr Dekelea berührt habe. ¹) Antiphon vertheidigte sich in einer im Alterthum vielgelesenen und hochgefeierten Rede(ze μέατνενς, welche Thukydides die beste Vertheidigung des Staatsstreiches überhaupt nennt. 1¹8) Aber Nichts mehr konnte ihn retten; er und sein College Archeptolemos wurden zum Tode verurtheilt und ihr Andenken „als Verräther“ gebrandmarkt, während es dem Onomakles gelang zu entkommen. Das Gehässige bei diesem Processe liegt darin, dass Theramenes, der die Herrschaft der 400 mit aufrichtete, als Ankläger Antiphons auftrat. Dies wirft auf seinen Charakter minde- stens ein zweideutiges Licht. Wenn auch den wüthenden Expectorationen des Lysias gegen ihn nicht überall Glauben beizumessen ist, so wird doch Niemand geneigt sein, die Ver- theidigung eines solchen Charakters zu übernehmen. Aber unleugbar hat er sich bei der damaligen Wiederherstellung der Verfassung grosse Verdienste erworben. Daraus allein scheint sich auch das Lob des Aristoteles zu erklären, der ihn nach Plutarch neben Nikias und Thukydides zu den besten Bürgern zählt. ¹¹⁹) Ueber Phrynichos wurde sogar noch nach seinem Tode Gericht gehalten. Man erklärte ihn für einen Verräther, confiscirte sein Ver- mögen, liess sein Haus zerstören und seine Gebeine aus Attika entfernen, während seine Mörder mit Ehrenbezeugungen überhäuft wurden. 1²⁰) Alle diejenigen, welche zu den Spar- tanern entflohen waren, wurden des Hochverraths für schuldig erklärt und ihr Vermögen eingezogen, wie wir aus dem Schicksal des Pisander schliessen können. 12¹)
So endete die Herrschaft der 400 nach einer Dauer von kaum vier Monaten gegen Ende des Jahres 411. ¹²²) Sie war nur möglich geworden durch die seit dem Hermocopiden- process sich immer mehr steigernde Macht der politischen Hetärieen, die bei dieser Veran- lassung sich in ihrer ganzen Ausdehnung zu erkennen gibt, ferner durch die bedeutenden politischen Kräfte, wie Antiphon, endlich durch die günstige Stimmung der bpegüterten Athener, die von ihr das Ende der Kriegslasten erwarteten. Andererseits zeigte es sich bei dieser Gelegenheit deutlich, dass der Kern der Bürgerschaft treu an der Demokratie fest- hielt, dass überhaupt ein oligarchisches Regiment mit dem athenischen Charakter unver- einbar war. Selbst Männer wie Antiphon, die es mit Athen ehrlich meinten, sahen sich gezwungen ihren Rückhalt an Sparta zu suchen und schliesslich auf den Untergang Athens hinzuarbeiten. Die meisten der Parteigenossen waren kalte, herzlose Egoisten, die sich nicht scheuten, ihre Vaterstadt um den Preis der eignen Herrschaft an Sparta zu verkaufen.
117) Die Klageschrift und das Urtheil überliefert Iuiaten vit. Ant. p. 833 D. nach dem Rhetor Cae- cilius, der zur Zeit des Augustus lebte.— Lys. in Eratosth.§. 66—68.
118) Thuc. 8, 68, 3 und Cic. Brut. c. 12; Bruchstücke der Ilarpocration s. v. Grαοαιεο.
119) Plut. Nic. 2, 1:&redmrον ονν ππηι Viνν rov einein, 0 péyodoer A01αιτοτέιιε r, Tgeis sysενον T0 Sενλσντιαι οο τνꝙτοιππτνν 2 rdA‿τ ονν W7opscs vrοαά LaA ρ⁵iν 79 8 1⁰⁷ J711ν, Naids 0 NXνοο 7 0νιmυισνει Me³αoν τ ν 5ωb–1̈mdπQmÿ⅜ 3 Ayroros.„ TTOv ε OuTos 7 2 1επ⁶ 1 τι ydo— 1«2οι⁶ονεαι— G1⁴ τ 100) 16 ννον, gaaa έαοττοσιςσον del 15 790 ⁶ zs Tolurelds drrer 69o9vos.
13) Lcurg. Leocrat.§. 113.— 121) Lys. ⁴ ⁶2.§. 4.
122) Nach des Aristoteles Zeugniss bei Wattenbach, p. 63, Anmerk.— Harpocrat. s. v. rerHαν⁶⁵σιο.


