Unterrichtsgang während des Schuljahres 1871—72. III. VORCLASSE. Ordinaris: Lehrer Knoll.
A. Religion. Ausgewählte Geschichten aus dem alten Testamente und aus der Jugendgeschichte Jesu wurden erzäühlt und wiedererzählt und bei Erklärung derselben auf Weckung des religiösen Sinnes hingewirkt. Memoriren von Liederversen, Bibelsprüchen und Gebeten.— Knoll.
B. Deutsch.[Schreibleseunterricht.] 10 Stunden wöchentlich. Erlernen des Lesens bis zur Sicherheit in deut- scher und lateinischer Schrift. Schreiben in unmittelbarer Ver- bindung mit dem Leseunterricht. Uebung im Schreiben aus dem Lesebuch. Zerlegung leichter Sätze in Wörter und diese in Sylben zum Zweck orthographischer Uebungen. Wiederholds. »Fiebel« und von Neujahr an dessen»Welt des Kindes.-
[Schreiben.] Mit Anfang des Wintersemesters Beginn des Schönschreibunterrichtes auf Papier und zwar deutsche Cur- rentschrift unter strenger Einhaltung der Formen nach Vor- schriften von L. Müller.(Die Vorschriften wurden nicht be- nutzt, sondern die Kinder schreiben das, was ihnen der Leh- rer in ihrem Hefte oder auf der Wandtafel vorschreibt. Win- terhalbjahr.— Knoll..
C. Anschauungsunterricht. 6 Stunden wöchentlich. An- schauungsübungen über künstliche und natürliche Dinge der nächsten Umgebung, welche wir mit den fünf Sinnen wahr- nehmen, nach Namen, Ort, Stoff, Theilen, Merkmalen, Thätig- keiten, Zahl, Entstehung, Nutzen etc. Daran anschliessend Me- moriren von 12 prosaischen Erzählungen und 24 kleinen Ge- dichten.— Knoll.
D. Rechnen. 6 Stunden wöchentlich. Ausführliche Be- handlung des Zahlenkreises von 1— 20 nach dem Leitfaden


