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rung es dahingebracht, daß Schüler, die die zum Eintritt in die III b einer Realſchule nötigen Kenntniſſe nachweiſen können, in die unterſte Landwirtſchaftsklaſſe aufgenommen werden. Wer bedingungslos nach IIIb eines deutſchen Gymnaſiums, Real⸗ gymnaſiums oder einer Realſchule verſetzt iſt, wird ohne Prü⸗ fung aufgenommen. Die 3. Klaſſe entſpricht alſo der Unter⸗ tertia, die 2. Klaſſe der Obertertia, die 1. Klaſſe der Unter⸗ ſekunda der Realſchule. Die Landwirtſchaftsſchüler erhalten jetzt die Befähigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienſt in derſelben Zeit wie die Realſchüler, ſodaß die Landwirtſchaftsſchule das iſt, was ſie ſein ſoll, eine Realſchule für zukünftige Landwirte. Am 1. Oktober 1902 verließ Herr Oberlehrer Profeſſor Dr. Hermann Gräfe, der 7 ½1 Jahre als Landwirtſchafts⸗ lehrer an unſerer Anſtalt und auch außerhalb der Schule ſegens⸗ reich gewirkt hat, Groß⸗Umſtadt, um die Stelle eines Direk⸗ tors an der landwirtſchaftlichen Lehranſtalt in Bautzen zu über⸗ nehmen. Die herzlichſten Wünſche begleiteten den liebenswür⸗ digen Kollegen und erfolgreichen Lehrer in ſein neues Amt. Herr Friedrich Sehnert, Lehrer an der landoirtſchaftlichen Winterſchule zu Michelſtadt i. O., füllte dieſe Lücke aus, bis Oſtern 1904 Herr Dr. Hermann Biedenkopßf durch Aller⸗ höchſtes Dekret zum Oberlehrer an unſerer Anſtalt und zwar als Lehrer der Landwirtſchaft und Naturwiſſenſchaften ernannt wurde..
Am Schluſſe des Schuljahres 1905/06 trat ein verhältnis⸗ mäßig großer Lehrerwechſel ein. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 31. März 1906 wurde Herr Direktor Dr. Wilhelm Lahm zum Direktor der Oberrealſchule zu Worms ernannt. Mitt großem Geſchick, organiſatoriſchem Talent und gutem Er⸗ folg hat Herr Direktor Dr. Lahm unſere Anſtalt 6 ½ Jahre lang geleitet. An ſeine Stelle trat der Oberlehrer Profeſſor Chriſtian Göckel vom Großh. Gymnaſium zu Worms.
Die von ſeinem Amtsvorgänger eingeleiteten Maßnah⸗
menzur Hebung des Beſuchsder Landwirtſchafts⸗ ſchule wurden fortgeſetzt. Dabei fanden wir neben der Unter⸗ ſtützung durch die Regierung eine hilfsbereite Hand in dem Gemeinderat, der uns in dankenswerter Weiſe alljährlich einen Kredit zur Förderung des Beſuches der Landwirtſchaftsſchule bewilligt, durch den wir in der Lage ſind, in größerem Maße als ſeither durch die Preſſe und durch Vorträge auf unſere Anſtalt aufmerkſam zu machen. Zu demſelben Zwecke und um unſere ehemaligen Schüler durch ein geiſtiges Band mit un⸗
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