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frühere Ackerbauſchule war geworden, was dem eigentlichen Bedürfnis entſprach: eine Realſchule für Landwirte und zwar unter dem offiziellen Titel Landwirtſchafts⸗
ſchule.“
Mit dieſen Landwirtſchaftsſchulen, deren es im jungen deut⸗ ſchen Reich bis jetzt 24 gibt, wovon 17 auf Preußen, 2 auf Bayern, je 1 auf Sachſen, Heſſen, Oldenburg, Braunſchweig und die Reichslande fallen, iſt alſo eine ganz neue und eigenartige Gattung landwirtſchaftlicher Lehranſtalten entſtanden. Dem Rang nach können wir die Landwirtſchaftsſchulen zwiſchen die landwirtſchaftlichen Hochſchulen und die niederen landwirtſchaft⸗ lichen Schulen, wozu die Ackerbauſchulen, die landwirtſchaftlichen Winterſchulen und die in manchen Staaten und einzelnen Pro⸗ vinzen ſehr verbreiteten landwirtſchaftlichen Fortbildungsſchulen gehören, ſtellen.
Eigentlich ſind die landwirtſchaftlichen Fortbildungsſchulen keine Fachſchulen, da ihnen die Vorausſetzung, daß der Fach⸗ unterricht von einem Fachlehrer erteilt wird, fehlt.
Außer dieſen bisher erwähnten landwirtſchaftlichen Lehr⸗ anſtalten gibt es in Deutſchland noch zahlreiche Spezial⸗ ſchulen, die reine Fachſchulen ſind und ſich lediglich nur mit einem ganz beſtimmten Zweig des landwirtſchaftlichen Gewer⸗ bes befaſſen. Hierher gehören die Obſt⸗ und Weinbauſchulen, die Gärtnerlehranſtalten, die pomologiſchen Inſtitute, die Brauerei⸗, Brennerei⸗, Molkereiſchulen und viele andere.
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