Aufsatz 
Naturgeschichte der Ameisen und Anleitung zur Bestimmung der nassauischen Arten : 2. Theil
Entstehung
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Die Unterfanilien.

A. Stielchen 1gliedrig, mit einer Schuppe(bei den einheimiſchen) ¹]

a. Hinterleib zwiſchen Sg. 1 und 2 nicht eingeſchnürt; nur 1 Cz.(bei den naſſauiſchen Arten); W. und A. faſt immer ohne Stachel ²2]; Puppen in der Regel eingeſponnen. Formicidae.

b. H. zwiſchen Sg. 1 und 2 eingeſchnürt, Sg. 1 von 2 abgeſetzt; 2 Cz.; W. und A. mit Stachel. Poneridae.

B. Stielchen 2gI. mit 2 Knoten; 1 oder 2 Cz.; W. und A. mit Stachel; Puppen nackt.

Myrmicidae.

Die Gattungen. I. Unterfamilie. Formiecidae. 1. Arbeiter.

A. Ok. breit, flach, mit gezahntem Kaurande; kein Stachel; Kt. 6⸗, Lt. 4gl. a. Sch. aufrecht; F. 12gl.

α.. Zwiſchen Mſ. und Mt. keine Einſchnürung, die 3 Theile des Th. oben zuſammen eine ſchwache Wölbung bildend; F. entfernt vom Rande des trapezfg. Cl. entſpringend; keine P. A.; bis 5°, Th. braunroth, H. braunſchwarz, an der Baſis braunroth. Camponotus. III.

83. Zwiſchen Mſ. und Mt. eine Einſchnürung, Pr. und Mſ. zuſammen eine ſtarke Wölbung bildend, Mt. abgeſetzt, weit tiefer liegend; F. am Rande des Cl. ent⸗ ſpringend; P. A. vorhanden; Cl. dreieckig, oben abgerundet. alα. Die erſteren Gl. der Fg. länger, als die letzteren, mit Ausnahme des End⸗

gliedes; 3 4 Th. und K. meiſt braunroth, oft ſchwarz gefleckt, H. ſchwarz oder ſchwarzbraun, nur bei 1 Art der ganze Körper ſchwarzbraun. Formica. I. 86. Die erſteren Gl. der Fg. kürzer, als die letzteren; nur 1 2; der ganze Körper ſchwarz, braun oder gelb, nur bei 1 Art Th. braungelb, H. braun. Lasius. II. b. Sch. auf dem St. liegend, von der Baſis des H. überwölbt; nur ½ 1˙, ſchwarz oder braun.

. F. 12-l.; Cl. Zeckig, oben abgerundet und zwiſchen den Gelenkſtellen der F. nach oben fortgeſetzt, unten eingeſchnitten; Oberſeite ohne abſtehende Haare; 1 ſchwarz; Puppen nackt. Tapinoma. IV.

6. F. 11gl.; Cl. faſt rautenfg., nicht zwiſchen den F. nach oben fortgeſetzt, unten nicht eingeſchnitten; ½3 glänzend braun, auf dem H. abſtehende Haare; Puppen eingeſponnen. Plagiolepis. V.

1] Bei ausländiſchen Ameiſen kommen auch Gattungen mit einem Knoten vor. 2] Ueber die Einrichtung des Stachels bei den Hymenopteren iſt eine ſehr gründliche Abhandlung erſchienen: Anatomie und Phyſiologie des Giftapparates bei den Hymenopteren von Dr. Fengger in Bonn, in Troſchels Archiv für Naturgeſchichte, 1863. Nach den hier mitgetheilten mikroseopiſchen Beobachtungen ergießt ſich das Gift nicht durch die Stachelrinne, ſondern durch die Stachelborſten ſelbſt in die Wunde; in dieſen finden ſich 2 Röhren, eine weitere und eine engere; das Gift ergießt ſich durch die weitere Röhre mittelſt einer vor der Spitze befindlichen Oeffnung in die Wunde.