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ſchräg abwärts ohne Stiel zum Thorar und erſcheint oben kurz dreieckig; auch der Thorar iſt hinten ſchräg abgeſtutzt, ſo daß ſich zwiſchen Thorax und Hinterleib ein weiter Zwiſchenraum bildet; das zweite Segment iſt merklich erweitert und vom erſten deutlich abgeſetzt, der ganze Hinterleib eiförmig. 2) Die zweite Cubitalzelle hat am Innenrande nach unten eine mehr oder weniger vor⸗ ſpringende Ecke, iſt daher fünfeckig und bildet an ihrer Baſis nach innen einen rechten oder etwas ſtumpfen Winkel; die Baſis der erſten Cubitalzelle iſt merklich länger als die der beiden folgenden zuſammen; die erſte Discoidalzelle ſtößt mit ihrem Ende unten an den Innenrand der zweiten Cubital⸗ zelle. 3) Die Oberkiefer ſind faſt immer wenig länger als breit, ſo lang oder kürzer als der Abſtand ihrer Baſis von der Fühlerbaſis, dreizähnig, der obere Theil des Vorderrandes zahnlos, höchſtens mit einer kleinen Ecke verſehen, der äußerſte Zahn nicht bedeutend vorgezogen, der Vorderrand nicht ſehr ſchräg abgeſchnitten. 4) Die Zunge iſt breit und kurz, der mittlere Theil faſt herzförmig, die Zipfel kurz. 5) Die Fußkrallen ſind ungezähnt. 6) Sie leben geſellig in papierartigen Neſtern, und jede Geſellſchaft beſteht aus Weibchen, Arbeitern und Männchen. 3
II. Lehmwespen(Eumenidae). 1) Das Segment 1 des Hinterleibs iſt merklich ſchmähler als das zweite, vornen abgerundet, oft in einen ziemlich langen Stiel verſchmählert, entweder glocken⸗ oder trichterförmig, das zweite ſehr erweitert; der Thorax iſt hinten ſenkrecht abgeſtutzt. 2) Die zweite Cubitalzelle hat an ihrem inneren Seitenrande keine Ecke, iſt daher viereckig und bildet an dem innern Ende ihrer Baſis einen ſpitzen Winkel; die Baſis der erſten Cubitalzelle iſt ſo lang, als die der zwei folgenden zuſammen, und die erſte Discoidalzelle ſtößt mit ihrem Ende an den untern Rand der zweiten Cubitalzelle. Nur 1 einheimiſche Art ſtimmt in dieſer Rückſicht mit der vorigen Gruppe überein. 3) Die Oberkiefer ſind merklich, oft viel länger als breit, faſt immer länger als der Abſtand ihrer Baſis von der Fühlerbaſis, der Vorderrand iſt ſehr ſchräg abgeſtutzt und 3⸗ bis 5zähnig, der äußerſte Zahn bedeutend vorgezogen; die Zähne nehmen den ganzen Vor⸗ derrand ein, ſo daß nicht, wie bei der vorigen Gruppe, der oberſte Theil zahnlos iſt. 4) Die Zunge iſt nebſt ihren Zipfeln lang und ſchmahl. 5) Die Fußkrallen haben auf der unteren Seite einen Zahn. 6) Sie leben einſam; es gibt nur Männchen und Weibchen, und das Weibchen macht für jedes Ei eine geſchloſſene Zelle aus Lehm oder Sand, an Wände, Planken, in Baum⸗ und Mauerlöcher, in die Erde, welche es zur Ernährung der Larve mit angeſtochenen, aber noch lebenden Larven oder vollkommenen Inſekten anfüllt. 7) Bei den Männchen ſind meiſtens die Fühler am Ende hakenförmig umgebogen oder ſpiralförmig gerollt, und aus ihrem Hinterleib kommen bei der Berührung zwei ſtachelartige Spitzen hervor. 1n 1
5. 4. Kopf und Numpf der Papierwespen. Wie bei allen Inſekten, ſo zerfällt auch bei den Papierwespen der Körper in drei Haupttheile: Kopf, Mittelleib(Vorderleib, Bruſt) und Hinterleib, durch tiefe Einſchnitte von einander getrennt. Der Kopf hat eine ſenk⸗ rechte Stellung und faſt dreieckige Geſtalt. Vornen hat er ein ringsum durch eine Fuge abge⸗
grenztes Feld, Kopfſ child(elypeus) genannt, vom unteren Kopfrande bis in die Nähe der Fühler
reichend, gelb, meiſtens mit einer ſchwarzen Zeichnung. Am Kopf befinden ſich neben die Netz⸗ augen,(zuſammengeſetzten Augen) vornen über dem Kopfſchild die Fühler(antennae) und über dieſen die drei Nebenaugen, unten die Freßwerkzeuge. Die Gegend unmittelbar vor und hinter den Augen heißt Augenkreis(Orbita.)
Der Mittelleib,(Bruſtkaſten, Bruſt, Vorderleib, thorax) beſteht aus drei Haupttheilen:


