— während der Nachmittage die Aufſicht ihrer Eltern und ſhaben hinreichend Zeit zur Erledigung ihrer Hausaufgaben.
Am 16. Oktober 1906 wurde Lehrer Hamburger von Aller⸗ höchſter Stelle die erbetene Penſionierung bewilligt. Durch die ſegensreiche, unermüdliche Tätigkeit, die der Scheidende ſtets während nahezu dreißig Jahren der ihm liebgewordenen Anſtalt gewidmet hat, iſt ſein Name in dankbarer Erinnerung mit der Schule dauernd verbunden. Die Stelle wurde weiter verſehen durch Schulverwalter Kohlbach; doch trat der jetzt vermiedene Lehrerwechſel Oſtern 1907 ein, indem Fräulein Schrader Urlaub ins Ausland erbat und Schulverwalter Schömer durch Ver⸗ fügung vom 5. April an unſere Schule verſetzt wurde.
Bereits am Schluß des Schuljahres 1907⸗08 ſchied Schul⸗ verwalter Kohlbach aus unſerem Kollegium aus, um ſeiner Militärpflicht zu genügen; ſein Nachfolger wurde am 1. April 1908 Schulverwalter Müller.
Da der Beginn des neuen Schuljahres wiederum eine Er⸗ höhung der Schülerzahl erwarten ließ, beſchloß das Kuratorium und der Gemeinderat, für das neue Jahr das Gehalt für einen zweiten akademiſch gebildeten Lehrer in den Voranſchlag einzu⸗ ſtellen. Laut Verfügung Großh Miniſteriums vom 8. April 1908 wurde dieſe neue Stelle Lehramtsreferendar Paul aus Butzbach übertragen.
Der Raum für nunmehr 99 Schüler wurde dadurch be⸗ ſchafft, daß der ſeitherige Induſtrieſaal in einen Unterrichtsraum umgewandelt und ein größeres Zimmer in den alten Lehrer— wohmungen am Kirchenplatz für Handarbeitszwecke eingerichtet wurde.
Allein auch eine neue Volksſchulklaſſe mußte untergebracht werden. Zu dieſem Zwecke wurde der große öſtliche Saal, den die erſte Volksſchulklaſſe ſeither im oberen Stockwerk des Schul⸗ hauſes inne hatte, durch eine Gipswand in zwei kleinere Räume zerlegt und dieſelben unſerer Anſtalt zugewieſen, während wir als Erſatz den vor vier Jahren errichteten neuen Hinterbau an die erſte und das alte Klaſſenzimmer im unteren Stock an die fünfte Volksſchulklaſſe abtraten. Ohne großen Koſtenaufwand war ſo die doppelte Raumfrage vorläufig erledigt.
Doch bereits das folgende Jahr brachte wiederum dieſelben Sorgen für unſere Stadtvertretung, denn abermals mußte eine neue Lehrerſtelle und ein weiteres Klaſſenzimmer gefordert wer⸗ den. Nach längeren Erwägungen entſchied man ſich dafür, das ſeitherige Lehrerzimmer als Unterrichtsraum zu benützen(für unſere ſchwache IIla) und als Erſatz in dem geräumigen oberen Flur ein neues, allerdings nicht übermäßig großes, gemeinſames Lehrerzimmer zu ſchaffen. Für ein weiteres Jahr war alſo ge⸗
holfen. — ₰
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