Aufsatz 
De consecratione domus Ciceronianae
Entstehung
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IV. Zur Ohronik des Gymnasiums.

Durch Allerhöchste Entschliessung vom 16. September v. J. wurde Herr Gymnasiallehrer Weihrich zum Direktor des Realgymnasiums und der Realschule zu Giessen ernannt.

Das Schuljahr 1888/89 wurde am 18. September eröffnet. Mit Beginn desselben wurde ein Parallelcötus der Herbstuntersekunda eingerichtet; zugleich wurden die Herren Büttenbender, vorher an der Realschule zu Wimpfen, und Dautel, vorher an der Realschule zu Giessen, mit der Verwaltung von Lehrerstellen am Gym- nasium betraut.

Durch Allerhöchste Entschliessung vom 20. September wurden die provisorischen Gymnasiallehrer Herren Geissner und Dr. Willenbücher zu Lehrern an dem Realgymnasium und der Realschule dahier bezw. der Realschule zu Friedberg, Herr Denig, vorher an dem Gymnasium zu Bensheim, zum Lehrer an dem hiesigen Gymnasium ernannt.

Infolge der Erkrankung des Herrn Dr. Drescher, der wegen eines hartnäckigen Hals- und Magenleidens für das ganze Schuljahr beurlaubt werden musste, wurde Herr Jung aus Darmstadt dem Gymnasium zur Aus- hülfe überwiesen.

Herr Schollmayer setzte bis zu seiner Abberufung den Access fort.

Das hohe Geburtsfest Seiner Majestät des Kaisers wurde am 26. Januar durch eine Vorfeier begangen.

Am 11. Februar starb der Obersekundaner Julius Schmidt, ein recht begabter, strebsamer Schüler.

Durch Allerhöchste Entschliessung vom 25. Februar wurde Herr Dr. Mangold, bis dahin Lehrer an dem französischen Gymnasium zu Berlin, zum Lehrer an dem hiesigen Gymnasium ernannt.

Am 9. März wurde für den höchstseligen Kaiser Wilhelm I. eine Gedächtnisfeier abgehalten.

Am 26. März verschied nach längerem Leiden der dienstälteste Lehrer des Gymnasiums, Herr Professor Dr. Noiré. Der Verblichene hat vierzig Jahre hindurch eine reiche Saat der Lehre und Erkenntnis unter einer zahlreichen Jugend ausgestreut und durch seinen unermüdlichen Eifer der Forschung, sein gründliches und viel- seitiges Wissen, sowie durch seine wohlwollende Humanität sich in den Herzen der Amtsgenossen und Schüler ein dauerndes Andenken gegründet.

Mit Beginn des Sommersemesters wurde ein Parallelcötus der Osteruntersekunda eingerichtet; zugleich wurde Herrn Schaumann, vorher an der Realschule zu Friedberg, die Verwaltung einer Lehrerstelle an dem Gymnasium übertragen, während die Herren Sauer und Göckel an das Gymnasium zu Worms, Herr Dr. Ottmann an die Realschule zu Alzey berufen wurden.

Ende April begannen die Herren Diehl und Dr. Feist den vorschriftsmässigen Access.

Mitte Mai erkrankte Herr Gymnasiallehrer Klein und musste für den noch übrigen Teil des Sommerhalb- jahres beurlaubt werden. Die Herren Pfarrer Lyncker und Guyot hatten die dankenswerte Gefälligkeit, den evangelischen Religionsunterricht zu übernehmen.

Die bei dem Gymnasium übliche Gedenkfeier zur Erinnerung an die glorreichen Ereignisse von 1870/71 fand am 18. Mai statt..

Durch Allerhöchste Entschliessung vom 29. Mai wurde der provisorische Gymnasiallehrer Herr Braun zum Lehrer am Gymnasium ernannt.

Mitte Juni wurde Herr Schollmayer dem hiesigen Realgymnasium zur Aushülfe überwiesen.

V. Schluss des Schuljahres.

Oeffentliche Prüfung im Klassenzimmer der Herbstsexta.

Freitag den 16. August, Nachmittags von 3 Uhr ab: Die Herbstklassen der Vorschule. Samstag 17. Vormittags 8 III VI.