immer. Um die Natur des Adjektivs zu erkennen, wende man im Anfange das prädikative Adjektiv attributiv an, also„Gott ist ewig= es ist ein ewiger Gott.— Der dritte handelt vom Objekt. Nur zu leicht werden wegen der Gleichheit des Accusativs und Nominativs im Deutschen die Anfänger verleitet, im Lateinischen den Nominativ zu setzen. Dieser irrigen Ansicht leistet zudem noch der hiesige Dialekt Vorschub. Las ich doch noch vor wenigen Tagen in einer hiesigen Zeitung:„Ein Geschäft sucht ein Junger Mann“. Ein festes Konstruieren erscheint daher von Anfang an durchaus not⸗ wendig; auch hier empfiehlt es sich nur Maskulina als Objekt zu verwenden, um den Accusativ vom Nominativ schon im Deutschen unterscheiden zu können.— Der vierte ist dem deutschen„zwerden“ gewidmet. Notorisch macht dies Wörtchen dem Anfänger viel zu schaffen; an der Mnuttersprache ist der Unterschied von„ich werde lieben“ als Futurum Activi und„ich werde geliebt“ als Praesens Passivi immer und immer wieder zu entwickeln, bis Sicherheit erlangt ist. Erst dann wird auch im fremdsprachlichen Unterrichte die ewige Verwechslung schwinden.
Der fünfte Abschnitt behandelt das deutsche„von“ statt des Genitivs. Deutsche Beispiele wie„der König von Italien, die Einwohner von Rom“ für„der König Italiens, die Einwohner Roms“ überzeugen bald den Schüler, dass im Lateinischen der Genitiv stehen muss, der im Deutschen schon stehen kann. Der sechste betrifft die Declination der Eigennamen, die oft im Deutschen unflektiert bleiben, während das Lateinische als einfache Sprache alle Substantiva ohne Unterschied, ob Eigen⸗ oder Gattungsnamen decli- niert. Der siebente Abschnitt soll zuletzt dazu dienen, um Sätze einzuüben, deren Sab- Jekt abweichend vom Deutschen ein Plural ist, wie„Athen war berühmt“, aber lateinisch
Athenae clarae sant.
Eine Veröffentlichung der Uebungstücke musste wegen Raummangel unterbleiben und ist emer späteren Gelegenheit vorbehalten.
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