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2. Mathematik. 4 St. a. Geometrie. 2 St. Ueberſichtliche Wiederholung und Erweiternng der Planimetrie nebſt Uebungsaufgaben; die Transverſalen des Dreiecks. Stereometrie mit Ausſchluß der runden Körper; Anfang der darſtellenden Geometrie.
b. Algebra. 2 St. Vervollſtändigung des Penſums der Unter⸗Secunda.— Gleichungen des zweiten Grades; diophantiſche Gleichungen; arithmetiſche und geometriſche Progreſſionen, Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung, Kettenbrüche; Anwendung der Algebra auf
Geometrie. Heis§§. 49. 55. 61— 73. 77— 85. 107. Stammer. 3. Naturwiſſenſchaft. a. Phyſik. 2 St. Nachtrag zur Lehre vom Gleichgewicht und der Bewegung gasförmiger Körper; barometriſche Höhenmeſſungen. Wärmelehre. Viehoff. b. Chemie. 3 St. Die Metalloide und die leichten Metalle nebſt den wichtigern Verbindungen. Stammer. c. Naturgeſchichte. 2 St. Krryſtallographie; ſpecielle Mineralogie. Elemente der Geologie. Czech. 4. Geſchichte. 2 St. Geſchichte des Mittelalters im Anſchluſſe an die römiſche Kaiſergeſchichte; die deutſche wurde aus⸗ führlicher, die der wichtigern andern Staaten mehr überſichtlich vorgetragen; Handbuch: Pütz. Honigsheim. 5. Geographie. 1 St. Kurze allgemeine Geographie. Beſchreibung von Aſien und Auſtralien. Repetition Deutſchlands. Kartenzeichnen.. Rothert.
6. Deutſch. 2 St. Geleſen wurden Göthes Hermann und Dorothea, Leſſings Minna von Barnhelm, Schillers Walleenſtein(die zwei letzten Theile) und endlich einige ſchwierigere Gedichte von Schiller. Synonyma wurden beſprochen, Tropen und Figuren erklärt. Uebungen im Definiren und Disponiren. Freie Vorträge. Aufſätze. Rothert. 1
7. Latein. 4 St. Fortſetzung der Syntax nach Siberti und Wiederholung der wichtigeren Abſchnitte derſelben; dazu alle 14 Tage Exercitien und Extemporalien. Lecture Cäſ. b. G. IV. und VI. c. 1—30. Stücke aus Ovid. 90 Verſe wurden memorirt. Darauf ausgewählte Abſchnitte aus Livius II. zur Einführung in die Lectüre deſſelben. Heuer.
8. Franzöſiſch. 4 St. Aus dem Handbuch von Plötz wurden proſaiſche und dichteriſche Abſchnitte überſetzt und theils retrovertirt, theils dem Inhalte nach wiedergegeben oder auswendig gelernt. Aus Plötz syntaxe française wurden die Abſchnitte von der Wortfolge, vom Genitiv und Dativ durchgenommen und durch mündliches und ſchriftliches Ueberſetzen der betreffenden Stücke in den „Uebungen“ deſſelben Verfaſſers eingeübt. Der Unterricht wurde faſt ausſchließlich in franzöſiſcher Sprache ertheilt. Alle 14 Tage ein Penſum, im 2. Halbjahre 4 franzöſiſche Aufſätze.
Bis Oſtern Honigsheim, von da ab Honigsheim und Pitſch.
9. Engliſch. 3 St. Als Lectüre diente: Schütz, Historical Series III.(Ancient History), ſowie Washington Irving's Sketschbook und wurden damit Retroverſionen und Sprechübungen verbunden. Aus Graeſers„Vocabelbuch“ wurden Vocabeln aus⸗ wendig gelernt. Im Anſchluß an die nach Fölſings wiſſenſchaftlicher Grammatik durchgenommene Syntax wurden alle 14 Tage Exercitien und Dictate angefertigt. Zum Ueberſetzen ins Engliſche dienten geeignete Abſchnitte aus Schillers Geſchichte des dreißig⸗
jährigen Kriegs. Im Winter Eddelbüttel, im Sommer Merſchberger. 10. Zeichnen. 2 St. Die Perſpective, Fortſetzung des Projectionszeichnens der verſchiedenen Räder, ſowie anderer Maſchinen⸗ theile mit Angabe der Schatten.„Abwechſelnd Freihandzeichnen. Conrad.
11. Geſang. ſ. Sexta.
Prima.(Curſus 2 Jahre.) Ordinarius: Dr. Honigsheim. 1. Religionslehre. a. Für die katholiſchen Schüler. 2 St. Das Werk der Vollendung des Menſchen. Sitten⸗
lehre. Nach Martin's Religionshandbuch. Fuß. b. Für die evangeliſchen Schüler. 2 St. Glaubenslehre(im Anſchluß an Hollenberg's Hülfsbuch). Repetitionen aus der Kirchengeſchichte. Hauptſtellen aus den Briefen Pauli geleſen. Deußen.
2. Mathematik. W. 4 St., S. 3 St. Sätze von geometriſchen Oertern und über Chordalen. Conſtruktion algebraiſcher und trigonometriſcher Ausdrücke und Löſung bezüglicher Aufgaben. Aus der analytiſchen Geometrie: Gleichungen der Geraden im Allge⸗ meinen, von ſolchen, die parallel und ſenkrecht ſind, die durch gegebene Punkte und durch den Durchſchnittspunkt gegebener Geraden gehen; Winkel zweier Geraden, Entfernung zweier Punkte und eines Punktes von einer Geraden, Gleichungen des Kreiſes. Secanten, Tangenten, Chordalen. Analytiſche Beweiſe für Sätze der Planimetrie über geometriſche Oerter. Gleichungen und Conſtruktionen der Parabel, Ellipſe, Hyperbel, ihrer Tangenten, Subtangenten u. ſ. w. Die Ellipſe und Parabel bezogen auf ihre zugeordneten Durchmeſſer, die Hyperbel auf Aſymptoten. Inhalt der Ellipſe, der Parabel⸗ und Hyperbel⸗Segmente. Polarcoordinaten. Anwendungen auf die Phyſik. Aus der Algebra: Quadratiſche Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Binomialcoeffizienten, Permutationen, Combinationen, Variationen. Wahrſcheinlichkeitsrechnung. Das Binom mit ganzen, gebrochenen und negativen Exponenten. Grenzen von Variabeln. Die logarith⸗ miſchen und trigonometriſchen Reihen. Berechnung der Zahlen e und x. Berechnung natürlicher Logarithmen. Moivre'ſcher Satz nebſt Anwendungen. Reziprocke Gleichungen. Erſte Anfänge der Differenzial⸗ und Integralrechnung, insbeſondere angewandt auf Tangenten, Maxima und Minima, Inhaltsbeſtimmungen und Aufgaben aus der Optik. Heinen.
3. Naturlehre. a. Phyſik. 4 St. Die Hauptprincipien des Gleichgewichts und der Bewegung. Ausführlichere Betrach⸗ tung der Central⸗ und der ſchwingenden Bewegung. Mathematiſches und phyſiſches Pendel. Lehre vom Stoße, Wellenbewegung. Die Lehre vom Schalle und vom Lichte. Begründung theils experimental, theils mathematiſch.— Einiges aus der populären Aſtronomie.
Heinen.


