Aufsatz 
Untersuchungen über molekularphysikalische Eigenschaften wässeriger Salzlösungen und ihrer Gemische
Entstehung
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17. Fraxinus excelsior L., hohe Esche.

Die Esche ist in unsern Anlagen hin und wieder in grösseren Exemplaren vertreten. Mehrere jüngere Bäume stehen auf den freien Plätzen nord- und südöstlich vom Rechneigraben. An diesem selbst steht eine Esche auf der Ostseite, der Erlengruppe gegenüber, auf der andern Seite des Weges. Es ist eine Hängeesche, auch Traueresche genannt. Vom Scheitel des Stammes erhebt sich aber ein kräftiger Ast mit aufsteigenden Nebenästen senkrecht empor, so dass der Baum oben wie F. excelsior und unten wie F. excelsior var. pendula aussieht. Es rührt dies von einer, möglicherweise beabsichtigten, mangelhaften Pfropfung her.— Die schönsten Eschen stehen im Anfange der Baumreihe, welche sich von der Eisenbahnbrücke am Grindbrunnen abwärts zieht und woselbst sie mit Ulmen(U. campestris) und Pappeln(P. canadensis) abwechseln.

Wild findet sich die Esche in feuchten Waldungen, ohne dort grössere Bestände zu bilden. Die Spitze des Rossert ist mit Eschen geziert; dieselben sind aber offenbar angepflanzt. Die Esche ist ein stattlicher Baum mit graulicher, glatter, im Alter wenig rissiger Rinde, der sich bis zu einer Höhe von 35 Meter erhebt und im Anfange eine rundliche, später eine ausgebreitete Krone hat. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und kreuzweise gegenständig; die fünf bis sechs Fiederpaare sind lanzettlich und am Rande gesägt. Die Blüten erscheinen vor den Blättern, sind unansehnlich, ohne Hüllen und entweder Zwitterblüten— 2 Staubgefässe und 1 Pistill mit gabelig getheilter Narbe— oder männliche und weibliche Blüten getrennt und zwar ein- und zweihäusig. Der zweifächerige viereiige Fruchtknoten wird zu einer ein- fächerigen und einsamigen, oberwärts geflügelten, nicht aufspringenden, überhängenden Frucht. Die Früchte hängen gewöhnlich den Winter über am Baume. Auch ohne die Früchte ist die Esche in dieser Jahreszeit an den schwarzen Knospen, der halbkreisförmigen Blattstielnarbe mit den in einem Halbkreise geordneten Gefässbündelspuren zu erkennen.

Das Holz der Esche ist weiss, leicht, sehr zähe und sehr geschätzt. Im Mittelalter wurden die Lanzenschäfte aus Eschenholz gefertigt und das Wort Esche wird deshalb dichterisch oft für Lanze gebraucht. Das beste Holz für Turngeräthe und Alpenstöcke liefert heute ebenfalls die Esche, welche in vielen Spielarten vorkommt. Ausser der schon genannten F. excelsior var. pendula stehen in den Anlagen, zwischen Allerheiligen-Thor und Zeildurchbruch, die einfach- blätterige Esche, F. simplicifolia Willd. und eine als F. lentiscifolia Desf. bezeichnete Form mit schmäleren Blättchen. Auch letztere blüht bei uns und zeitigt Früchte.

Die Esche gehört zu den Oleaceen. Dahin gehören noch:

Ligustrum vulgare P., der gemeine Liguster,

ein Strauch, der vielfach zu Einfassungen benutzt wird und auch auf der Nordseite des Rechneigrabens einen Theil der Umzäunung bildet; und ferner

syringa vulgaris, die gemeine Syringe,

welche unsere Anlagen allenthalben schmückt und von welcher herrliche Boskets in der Friedberger

Anlage stehen. Am Rechneigraben stehen Büsche an der Südwest- und Nordseite. 4