Aufsatz 
Untersuchungen über molekularphysikalische Eigenschaften wässeriger Salzlösungen und ihrer Gemische
Entstehung
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16. Buxus sempervirens L. Immergrüner Buchsbaum.

Sträucher von Buchs befinden sich auf der West-, Ost- und Südseite des Weihers. Schöne Boskets stehen in der Nähe der Ceder, des Gingkobaumes und namentlich bei Quercus robur.

Im Allgemeinen ist der Buchs mehr strauch- als baumartig. Die Stämmchen ausgewachsener Bäumchen können eine Dicke von etwa 25 Ctm. erreichen. Im ehemaligen kurfürstlichen Garten wurde in diesem Jahre ein Bäumchen von 16 Ctm. Stammdurchmesser gefällt. Am bekanntesten bei uns ist die niedrige Abart, der Zwergbuchsbaum, welcher zur Einfassung der Gartenbeete benutzt wird. Wild kommt der Buchs in Südeuropa, Nordafrika und im Oriente vor; in Deutsch- land nur an wenigen vereinzelten Stellen.

Der Buchs gehört zu den Euphorbiaceen, den Wolfsmilch-Gewächsen; doch ist er nicht milchend. Die unscheinbaren, grünlichgelben Blüten entfalten sich im März oder April. Sie sind einhäusig; in der Regel stehen viele männliche Blüten genähert beisammen mit nur einer weiblichen Blüte an der Spitze. Die männlichen Blüten haben runde, stumpfe, ausgehöhlte Kelchblätter mit einem braunen Deckblatte; die weiblichen besitzen eingeschnittene Kelch- und Blumenblätter. Die rundliche Kapsel enthält in jedem Fache zwei glänzend schwarze Samen. Die Blätter sind gegenüberstehend, kurz gestielt, elliptisch, stumpf, ganzrandrig, lederartig, glänzend, immergrün, leicht in zwei Platten spaltbar; doch variiren sie auch zuweilen und werden schmäler oder breiter. Durch den etwas herablaufenden Blattstiel erscheinen die Aeste vierkantig. Das Holz ist von blassgelber Farbe, das schwerste europäische Holz, ¹ sehr hart, von feiner gleichmässiger Textur und sehr politurfähig. Wegen dieser Eigenschaften ist es als Nutzholz sehr geschätzt. Musikalische und mathematische Instrumente werden aus ihm verfertigt, besonders aber Stöcke für den Holzschnitt.

Zur Zeit Ludwigs XIV. diente vornehmlich der Buchs, weil er das Stutzen verträgt und wegen seines dichten Schlusses und des Immergrüns zu all den Bizarrerien des Rococostils in der Gärtnerei, wie sie in den Schlossparks zu Versailles, St. Cloud etc. ihren Ausdruck fanden und von denen wir Nachahmungen da und dort, so in Schönbrunn bei Wien und in Deutschland auf Wilhelmshöhe bei Cassel und anderwärts noch gewahren.

Lycium barbarum L. Gemeiner Bocksdorn.

Der gemeine Bocksdorn gehört zu den Solanaceen, Nachtschatten-Gewächsen. Er stammt aus der Berberei und fällt auf durch die langen und dünnen, hellgrauen, mehrkantigen, herab- hängenden Zweige. Er steht auf der Nordostseite und bildet dort ein Gesträuche, sich auf Cytisus laburnum u. a. Bäumchen stützend, von 3 Meter Höhe. Die Blätter sind lanzettlich oder spatelförmig, unten keilförmig in den Blattstiel verschmälert; sie stehen einzeln oder in Büscheln und sind zuweilen durch Dornen vertreten. Die Blüte hat einen kurzen, becher- förmigen Kelch, eine trichterige, violette Blumenkrone und am Grunde behaarte Staubfäden. Die Blütezeit dauert bis gegen den Herbst. Die Frucht ist eine rothe Beere. Der Bocksdorn wird zu Hecken verwendet; er wuchert aber zu sehr.

¹ Das specifische Gewicht des Buchsbaumholzes finde ich in der mir zu Gebote stehenden Literatur mit 1,33 angegeben. Es kann sich diese Angabe nur auf grünes Holz beziehen, da trockenes Holz im Wasser nicht untersinkt, und dann vielleicht nicht auf alles Holz desselben Baumes. Ein Aststück von dem genannten Baume aus dem kurfürstlichen Garten, das in noch ziemlich frischem Zustande sich befindet, sinkt im Wasser nicht unter, dagegen geschieht dieses bei einem Stück vom unteren Stammende.