Aufsatz 
Untersuchungen über molekularphysikalische Eigenschaften wässeriger Salzlösungen und ihrer Gemische
Entstehung
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In der Nähe des Rechneigrabens und auch sonst vielfach in den Anlagen stehen ferner Ulmen, als U. americana bezeichnet, mit schönen grossen Blättern(U. major Sm.? Siehe Koch, Dendrologie).

Die Pappeln sind durch die Silberpappel, die Espe und die italienische Pappel vertreten.

14. Populus alba L., die Silberpappel,

ist der mächtigste unter allen den Weiher umgebenden Bäumen und doch gehören unsere Exemplare zu den schmächtigern ihrer Species, indem die Silberpappel einen Stammumfang von über 8 Meter erreicnt. Die schönsten Bäume stehen auf der Ostseite, nördlich von der Sumpfcypresse, wovon einer in Brusthöhe einen Stammdurchmesser von 1 Meter hat; ein anderes schönes und noch etwas stärkeres Exemplar steht der Schwanenstrasse gegenüber. Gewaltig ragen ihre Kronen mit den weitausgreifenden Aesten empor und erfreuen bei dem leisesten Luftzuge durch den Farbencontrast ihrer Blätter schon von Ferne das Auge des Beschauers.„Wie Wetter- leuchten blitzt es hervor, wenn die bewegten Blätter uns bald die silberweisse Unterseite, bald das dunkle Grün der Oberseite zeigen.“¹

Die Pappeln bilden mit den Weiden die Familie der Weidengewächse, Salicineen. Ihre Blüten sind von einem ringförmigen Perigon umgeben und die Schuppen der Kätzchen sind zerschlitzt. Letztere entspringen den Seitenknospen der vorjährigen Triebe und erscheinen vor dem Laubausbruche. Die männlichen Blüten enthalten 8— 30 Staubgefässe, die weiblichen 1 Griffel mit 2 Narben. Zur Zeit der Fruchtreife springen die zweiklappigen Kapseln auf, den Boden weithin mit ihrem haarschopfigen Samen bestreuend. Die Silberpappeln am Rechneigraben sind männlich. Die Blätter der Silberpappel sind je nach ihrer Stellung an älteren oder jüngeren Zweigen tiefer oder seichter gelappt und gezähnt; am Grunde sind sie herzförmig oder abgestutzt. Der Blattstiel ist, wie bei allen Pappeln, lang und seitlich zusammengedrückt; bei der Silberpappel erreicht er nicht ganz die Länge des Blattes. Unterseits sind die Blätter, sowie die jungen Triebe, weissfilzig. Der Stamm ist mit einer borkigen Rinde bedeckt und verästelt sich schon in geringer Höhe. Die Aeste sind nach oben hin glatt und hellgrau bis weiss, mitunter an das Weiss der Birkenstämme erinnernd.

Die Heimat der Silberpappel ist Süd-Europa und Asien. Auf dem Libanon nimmt sie, nach Kotschy, schlanke Pyramidenform an. Bei uns sowohl wie in Süd-Europa ist sie vor- nehmlich Zierbaum. Liegt auch ihre Bedeutung vor Allem in ihrer landschaftlichen Verwerthung, so darf der praktische Nutzen unseres Baumes, wie der Pappeln im Allgemeinen, durch die schnelle und reichliche Holzproduction keineswegs unterschätzt werden. Das Holz ist leicht, von weiss- gelber Farbe und springt nicht, wenn Nägel in dasselbe eingetrieben werden. Dadurch, dass es sich zu Bremshölzern bei der Eisenbahn sehr eignet und wegen seiner Verwendung zur Papier- fabrikation, ist es ein gesuchter Artikel geworden.—

An Höhe übertrifft unsern Baum:

14a. Populus dilatata Ait., Die Pyramidenpappel, auch italienische Pappel genannt. So eintönig, ja langweilig diese Pappel mit ihrem steifpyramidenförmigen Wuchse wird, wenn sie stundenweit auf einer geradlinigen Landstrasse Spalier bildet, so landschaftlich schön

1 Rossmaessler„die vier Jahreszeiten.