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einer Höhe von 60 Fuss ist kaum eine Spur von seitlicher Astbildung zu sehen und der Stamm vom Grunde an glatt und rein, ohne rissige Borke. Nur der äusserste Gipfel trägt eine Laub- decke, eine leichte Krone, von zarten hängenden Zweigen, deren Anblick mit dem der herab- fallenden Tropfen eines Springquells zu vergleichen ist. Der Boden des Waldes ist mit einem weichen Teppich von Moos und Flechten bedeckt, zwischen denen, soweit das Licht eindringen kann, Gnaphalium dioicum uppig hervorsprosst.“
Birkenzweige geben das Material zu den Reiserbesen und im Frübling angebohrte Stämme liefern einen zuckerhaltigen Saft. Aus der Rinde werden Tabaksdosen und dergl. Dinge gefertigt; der Birkentheer wird, wie alle Theerstoffe qurch Destillation, aus der Rinde gewonnen und ertheilt dem Juchtenleder seinen eigenthümlichen Geruch.
Unter„Maie“ werden meistens junge Birken verstanden, mit denen oder deren Zweigen man, in Süddeutschland wenigstens, zur Püngstzeit die Gotteshäuser, die Wohnräume und die Eingünge zu den Häusern zu schmücken pffegt.
13. Ulmus effusa Willd., der Platterrüster.
Auf der Ostseite bei der Erlengruppe.— Der Flatterrüster, wie die Rüster überhaupt, kennzeichnet sich durch die schiefen, unsymetrischen Blätter. Dieselben stehen abwechselnd regelmässig zweireihig. Die Nebenblätter fallen kurz nach ihrem Ausbrechen ab. Die Blüten sind zwitterig; sie erscheinen vor den Blättern, sind büschelig, haben meistens ein fünfspaltiges Perigon und, je nach den Arten, 4—8 Staubgefässe, meistens fünf. Der Stengel besteht aus einem Fruchtknoten mit zwei Narben. Die Frucht ist eine einfächerige Flügelfrucht, welche fruh reift und nach der Reife abfällt. Schon in den ersten Tagen des Juni sind die Wege damit bestreut. Die Rinde ist besonders im Alter stark borkenrissig.
U. effusa unterscheidet sich von den übrigen Rüstern durch die weit am Blattstiel herab- laufende Blatthälfte, durch die stark nach oben gekrümmten Sägezähne und die gewimperte Flügel- frucht. U. effusa steht am Friedhofsweg in vielen Exemplaren.
U. campestris L.(U. montana Mill.), der Feldrüster steht auf der Nord- und Südseite und auf dem freien Platze im Südosten. Er bildet kräftige Stämme mit schöner, dichtbelaubter Krone. Am Bacchusbrunnen steht ein Exemplar, welches sich weniger durch seinen Stamm als vielmehr durch seine über einen grossen Theil des freien platzes wagrecht ausdehnenden Aeste bemerklich macht. Einige prächtige Exemplare, bis zu 4,6 Mtr. Stammumfang in Brusthöhe, stehen im zoologischen Garten.
13a. Ulmus exoniensis Hort., der Rüster von Exeter, eine Abart der U. scabra Mill. steht auf der Westseite. Die grossen, qunkelgrünen, elliptischen Blätter sind oben gekrümmt, zuweilen nach innen etwas zusammengerollt und auf beiden Seiten sehr rauh. Am Rande befinden sich scharf gekrümmte Zähne. Eine als 13 b. Ulmus gracilis, der zierliche Rüster, bezeichnete Spielart von U. campestris steht in einigen Exemplaren auf dem freien Platze auf der Südostseite. Die Blaätter sind kleip, verkehrt eiförmig, keilförmig nach dem Blattstiele zu
verschmälert und am Rande geschlitzt gesäâgt. Die Oberseite ist dunkelgrün. 3*


