Anſchluß daran wurden Klaſſenausflüge in die nähere AUmgebung von Mainz unternommen. Die zweite Veranſtaltung hatte den Charakter einer gewöhnlichen Schulfeſtlichkeit zu Ehren von Kaiſers oder Großherzogs Geburtstag, nur daß diesmal ſämtliche Darbietungen von der Erinnerung an die großartigen Ereigniſſe der Befreiungskriege beherrſcht wurden.
Schließlich ſeien noch die Perſonalveränderungen erwähnt, die das Kuratorium und der Lehrkörper in dieſem letzten Zeitabſchnitt erfahren haben.
Am 28. April 1900 trat an Stelle des um die Höhere Mädchenſchule hoch⸗Das Kuratorlum. verdienten Geh. Oberſchulrats Weihrich der Direktor des Herbſtgymnaſiums, Dr. Heinrich Blaſe. Die Rückſicht auf ſeine angegriffene Geſundheit hatte jenen veranlaßt, bei Großh. Miniſterium um Enthebung von dem Amte eines Mitglieds des Kuratoriums einzukommen. Am 25. Juni 1900 wurde ſein Nachfolger von dem Oberbürgermeiſter in ſein Amt eingewieſen.— Ein be⸗ währter Freund und treuer Berater unſrer Schule, deren Kuratorium er ſeit 1889 ununterbrochen angehört hatte, verließ uns in den erſten Januartagen 1944: der penſionierte Gymnaſialoberlehrer Profeſſor Jakob Schlenger(vergl. S. 8). Auch für ihn war das vorgerückte Lebensalter die Arſache zum Niederlegen ſeines ſo lange mit beſtem Erfolg bekleideten Ehrenamtes. Er iſt der einzige unter den erſten Schulkuratoren, der heute noch unter den Lebenden weilt. Möge es dem hochverehrten Manne vergönnt ſein, des Werkes, um deſſen Zuſtande⸗ kommen er einſt ein Hauptverdienſt ſich erworben hat, und ſeiner gedeihlichen Weiterentwicklung ſich noch recht lange in leiblicher und geiſtiger Friſche zu erfreuen! Gleichzeitig mit Schlenger trat auch Rechtsanwalt Soldan wegen Arbeitsüberhäufung aus dem Kuratorium wieder aus. Die Stadtverordneten⸗ verſammlung wählte an Stelle der Ausgeſchiedenen am 11. Januar 1911 zwei Herren aus ihrer Mitte: den Großh. Oberlehrer Profeſſor Auguſtin Uebel und den Reallehrer Wilhelm Fuchs; beide wurden von dem Vorſitzenden am 20. Januar 1911 in ihr Amt eingeführt.
Die Heranziehung der Frauenarbeitsſchule zur praktiſchen Ausbildung der Frauenſchülerinnen ließ die Aufnahme von zwei bezw. drei(ſeit dem 21. Januar 1913) Frauen in das Kuratorium der Höheren Mädchenſchule als wünſchens⸗ wert erſcheinen. Als außerordentliche Mitglieder dieſer Körperſchaft haben dieſe nur in allen Frauenſchulangelegenheiten Stimmberechtigung. Ständiges
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