ſtorbenen Mannes im Sommer 1913 der Schule zugewieſen; erſtere umfaßte 18, letztere 70 Bände. Der geſamte Bücherſchatz beſteht z. Zt. aus an⸗ nähernd 6000 Bänden, der ehedem von Heeß geſchriebene(vergl. S. 36) und bis heute auch weitergeführte Sachkatalog gibt über alle Einzelheiten Auskunft. Da eine Bibliothek jedoch nur dann gehörig ausgenutzt werden kann, wenn jede Lehrkraft ſich im Beſitze eines gedruckten Bücherverzeichniſſes befindet, ſo bewilligte das Kuratorium am 14. Juni 1910 für die Herſtellung eines ſolchen 350 Mk. Leider konnte mit dieſem Betrag nur das IJ. Heft des Verzeichniſſes(Religion, Pädagogik, Philoſophie und Deutſch) fertiggeſtellt werden; doch hoffen wir, daß ein II. Heft, das den Abſchluß bringen ſoll, demnächſt folgen werde.
Schließlich ſei noch bemerkt, daß 1907 nach dem Einzug in das neue Schul⸗ gebäude von der Hauptbibliothek für das Lehrer⸗ und Lehrerinnenzimmer je eine kleine Handbibliothek abgezweigt wurde.
Auch die Schülerinnenbibliothek(vergl. S. 35) war zwar ſeit ihrer De Gähhgechnen Amwandlung in eine Gruppenbibliothek alljährlich etwas vergrößert worden; 4 doch reichte ihr Bücherbeſtand vorerſt immer noch nicht aus für die Einrichtung von Klaſſenbibliotheken. Dieſer konnte man erſt nähertreten, nachdem die Stadtverordnetenverſammlung im Herbſt 1908 zu gedachtem Zwecke 1000 Mk. bewilligt hatte. Nunmehr wurden umfangreichere Neuanſchaffungen gemacht, und am 1. Juli 1900 konnte jeder der Klaſſen 1ab— 6abc, ebenſo auch der Selekta(12), ihr eigener Bücherſchatz zugewieſen werden. Die Verwaltung der Klaſſenbibliotheken übernahm der Lehrer des Deutſchen d. h. in den meiſten Fällen der Klaſſenführer; außerdem wurde ein Oberbibliothekar ernannt, dem u. a. die Führung des Hauptbücherverzeichniſſes ſowie die Aberwachung und Inſtandhaltung des ganzen Bücherbeſtandes obliegt. Augenblicklich um⸗ faßt die Schülerinnenbibliothek im ganzen 1024 Bände.
Auch mit dem Lehrerinnenſeminar hatte man ſchon gleich bei ſeiner Gründung Diaroytene eine kleine Bibliothek verbunden, die aus einer literariſch⸗wiſſenſchaftlichen(„A) und einer pädagogiſchen(„B) Abteilung beſteht. Die Einführung des 4. Seminar⸗ jahrs verlangte die Anſchaffung einer größeren Anzahl pädagogiſcher Werke, wodurch eine Trennung beider Gruppen ſowohl hinſichtlich des Auf⸗ bewahrungsortes als auch der Verwaltung notwendig wurde. Die ganze
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