Oſtern 1913 wurde aus 3c, der Abſchlußklaſſe, der erſte Jahrgang entlaſſen, der das s ſtufige Klaſſenſyſtem ganz durchlaufen hatte. Inzwiſchen hatte die Erfahrung auch weiterhin gelehrt, daß die C⸗Klaſſen wirklich einem Bedürfnis entſprechen, wenn man auch ihre praktiſche Bedeutung und ihren wohltätigen Einfluß noch immer nicht genug zu würdigen ſcheint, ſelbſt in den Kreiſen nicht, denen man doch eine beſſere Einſicht zutrauen ſollte. Auf S. 26 des Jahresberichts von 1912/13 iſt dieſer Gegenſtand eingehend behandelt, weshalb der Hinweis auf die dortigen Mitteilungen hier genügen möge.
Nhe RaeaJeſ, Bei dem ſtarken Andrang zur 7. Klaſſe mußte Oſtern 1910 zum erſtenmal
ſtufgen Anſtatt. eine D⸗Klaſſe(2 d) errichtet werden, die alljährlich aufſteigend als ſelbſtändige Klaſſe weitergeführt wurde, während die Oſtern 1911 gegründete 2 ein Jahr ſpäter durch gleichmäßige Verteilung ihrer Schülerinnen auf 6a und 6b wieder einging. Die Oſtern 1913 abgezweigte 7 wurde dann wieder weitergeführt. Augenblicklich beſtehen neben den A⸗ und B⸗Klaſſen noch 3d, 6d und Sd, in denen nach dem Lehrplan der 10 ſtufigen Anſtalt unterrichtet wird.
Die vorübergehende Erſcheinung der Lateinklaſſen(3b, 25b, 1b) hatte auch auf der Oberſtufe der zehnklaſſigen Schule das ebenfalls nur kurze Vorhandenſein von C⸗Klaſſen im Gefolge: einer 2c in den Jahren 1914/12 und 1912/13 ſowie einer 1c in den Jahren 1912/13 und 1913/14. Ihr Anterricht lief dem der entſprechenden A⸗Klaſſen parallel.
Sachefaas we Die Errichtung der Lateinklaſſen ſowie der Frauenſchule legte der Direktion die Verpflichtung auf, ſich nach weiteren Anterrichtsräumen umzuſehen. Inner⸗ halb des Schulgebäudes waren ſchon ſeit Oſtern 1910 alle Klaſſen⸗ und ebenſo auch die Reſervezimmer beſetzt; durch Ambauungen aber dem vorhandenen Bedürfnis abzuhelfen, war bei der ganzen Anlage des Schulhauſes nicht an⸗ gängig. So mußte man zu einer möglichſt nahe gelegenen Privatwohnung ſeine Zuflucht nehmen. Nach einigem Suchen entſchied ſich die ſtädtiſche Verwaltung für das Bergolth'ſche Haus(Mitternacht 8), deſſen I. Stock ſie mit Wirkung vom 1. Oktober 1910 für die Höhere Mädchenſchule mietete. Im Laufe des Winters wurden die Räume für die Anterbringung von 3 Schulklaſſen hergerichtet und dann von Oſtern 1914 an in Gebrauch genommen. Bei der kurzen Entfernung vom Hauptgebäude ließ es ſich ermöglichen, die auswärts untergebrachten Schülerinnen bei einigermaßen günſtiger Witterung während der Pauſen doch
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