Aufsatz 
Geschichte der Mainzer Höheren Mädchenschule während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens . 1889-1914
Entstehung
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Vorſchulklaſſen. Durch allmähliche Erweiterung und alljährliche Verſchiebung der Klaſſenpenſen wurde dieſes Ziel Oſtern 1913 auch erreicht. Außerdem brachte der Abergangslehrplan die Einführung der Biologie wöchentlich 1 Stunde in die Klaſſen 1 und 2 und Verſtärkung des Chemie⸗LAnterrichts in der 3. ſowie des naturgeſchichtlichen Anterrichts in der 4. Klaſſe um je 1 Stunde. Erwähnen wir ſchließlich noch, daß Handarbeit damals bereits für die vier oberen Klaſſen wahlfreies Anterrichtsfach wurde, ſowie ferner, daß in den Sing⸗, Turn⸗ und Schreibſtunden einzelner Klaſſen geringfügige Verſchiebungen eintraten, ſo haben wir damit wohl alles geſagt, was über den Abergangslehrplan zu berichten iſt. In allen übrigen Fächern, namentlich im Sprachunterricht, galt vorerſt auch noch weiterhin der Lehrplan vom 19. März 1900.

Inzwiſchen hatte der Lehrkörper in einer ſtattlichen Anzahl allgemeiner und Kerh Eereree beſonderer Beratungen ſich ſeiner Aufgabe(vergl. S. 54) entledigt. Die 1. Januar 1910. Ergebniſſe ſeiner Tätigkeit wurden der Großh. Regierung am 1. Januar 1910 vorgelegt in Geſtalt einesEinrichtungs⸗ und Lehrplans ſowohl für die Höhere Mädchenſchule als auch für das Lehrerinnenſeminar.

Näheres über dieſenMainzer Lehrplan vom 1. Januar 1910, wie wir ihn im Gegenſatz zu dem übergangsplan nennen wollen, kann auf Seite 14 16 des Jahresberichts von 1909/10 nachgeleſen werden, weshalb wir hier nicht weiter auf ihn eingehen wollen.

Am 14. Januar 1911 waren dann dieRichtlinien für die Neuordnunge de Vicnoden des höheren Mädchenſchulweſens in Heſſen erſchienen, etwa ½ Jahr nach dem plötzlichen Dahinſcheiden des bisherigen verdienſtvollen Vorſitzenden der Schulabteilung Großh. Miniſteriums, Geheimerats Dr. Eiſenhuth. Durch ſie wurde die Schulreform in etwas andere Bahnen gelenkt, als urſprünglich beabſichtigt war, und erfreulicherweiſe dem Abſchluß raſch entgegengeführt.

Danach ſollten die 10 ſtufigen Höheren Mädchenſchulen des Landes den Charakter einer Realſchule, die zu Darmſtadt und Mainz aber durch Aufſetzung von 3 weiteren Jahreskurſen(Studienanſtalt) den einer Oberrealſchule erhalten. Alſo nicht Gabelung nach der realgymnaſialen Richtung hin vom 7. Schuljahr an, wie wir ſie durch Gründung unſerer Lateinklaſſen 1910 bereits angebahnt hatten(vergl. S. 57), brachten uns dieRichtlinien, ſondern einen 3jährigen Oberbau auf der Grundlage eines 1oſtufigen Anterbaus.

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