Aufsatz 
Geschichte der Mainzer Höheren Mädchenschule während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens . 1889-1914
Entstehung
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Daß bei einer derartigen Vielköpfigkeit beiſpielsweiſe die Aufſtellung eines auch nur einigermaßen annehmbaren Stundenplans faſt ein Ding der Anmoͤglich⸗ keit war, mußte ſchließlich jedermann einleuchten. So haben wir uns denn von unſeren getreuen Mitarbeitern, wenn auch ſchweren Herzens, geſchieden; nur der katholiſche Religionslehrer Dr. Joſeph Seitz trat mit Genehmigung ſeiner kirchlichen Behörde als Oberlehrer ganz in den Dienſt der Höheren Mädchenſchule und des Lehrerinnenſeminars über, wobei er durch Allerhöchſtes Dekret vom 1. November 1908 den Charakter als Profeſſor erhielt. An demſelben Tage erfolgte auch nach vorausgegangener halbjähriger Probezeit die Ernennung des evangeliſchen Pfarrers Heinrich Becker zu Nieder⸗Ohmen zum Oberlehrer an unſren beiden Lehranſtalten; die feſte Anſtellung des iſraelitiſchen Religionslehrers Dr. Moritz Lorge dagegen zog ſich noch bis zum 3. Juli 1900 hinaus, da dieſer ſich durch Ablegung der theologiſchen Schlußprüfung die Anſtellungsfähigkeit zuvor erſt erwerben mußte.

Am Schluſſe des Schuljahrs 1905 /00 ſetzte ſich der Lehrkörper, nach Aus⸗ ſcheidung ſämtlicher Hilfslehrer, aus 9 Oberlehrern, 1 Seminarlehrer, 8 Real⸗ lehrern*) und 22 Lehrerinnen, im ganzen alſo, mit Einſchluß des Direktors, aus 41 Mitgliedern zuſammen.

Vier Todesfälle hatten wir in dieſem Zeitabſchnitt zu beklagen; es ſtarben: Prof. Dr. Emil Daub am 1. Juli 1904, Emma Mayer am 3. Mai 1906, Anna Schneider am 31. Mai 1906 und Eva Klein am 21. Februar 1908.

Ehre ihrem Andenken!

*) Zufolge Allerhöchſter Verordnung Gr. Königlichen Hoheit des Großherzogs, von Großh. Miniſterium des Innern am 22. Oktober 1908 bekannt gemacht, haben die definitiv angeſtellten ſeminariſch gebildeten Lehrer an den höheren Lehranſtalten fortan den AmtstitelReal⸗ lehrer zu führen.

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