des Entwurfs im einzelnen ſowie um eine Koſtenberechnung gebeten. In gemeinſamer Sitzung des Bau⸗, Finanz⸗ und Schulausſchuſſes, des Kuratoriums der Höheren Mädchenſchule und der Muſeumsdeputation legte jener am 16. No⸗ vember 1904 das Ergebnis ſeiner Arbeit den Anweſenden zur Begutachtung vor. Nach eingehender Erörterung wurde die Errichtung des Neubaus nach den Gelius'ſchen Plänen, die dem Bauausſchuß zu nochmaliger Prüfung über⸗ wieſen wurden, einſtimmig beſchloſſen. Danach war das Gebäude für 1100 Kinder in 31 Klaſſen berechnet. Die Koſten ſollten ſich auf 670 740 M. belaufen.“*)
Die Frage war nun reif, der Stadtverordnetenverſammlung zu endgültiger Beſchlußfaſſung vorgelegt zu werden, weshalb ſich der Direktor im November 1904 veranlaßt ſah,„die Gründe für die Notwendigkeit des Neubaus einer Höheren Mädchenſchule“ in überſichtlicher Darſtellung zuſammenzufaſſen und dieſe den maßgebenden Perſonen und Körperſchaften zu deren Aufklärung zu⸗ zuſtellen. Wem die Notlage, in der ſich die Höhere Mädchenſchule ſeit Aber⸗ nahme des Brecher'ſchen Inſtituts befand, bisher etwa noch nicht vollkommen zum Bewußtſein gekommen war, dem wurden für die Anhaltbarkeit der Ver⸗ hältniſſe die Augen nunmehr durch die Denkſchrift des Direktors geöffnet. Und der Erfolg blieb nicht aus. In der Stadtverordnetenſitzung vom 22. Dezember 1904 wurde der Neubau einer Höheren Mädchenſchule nach den letzten Plänen des Bauinſpektors Gelius einſtimmig beſchloſſen; am 21. Januar 190s erhielten dieſe die Genehmigung des Großh. Miniſteriums, und raſch erfolgte nun im Laufe des Sommers der Abbruch der alten Gebäude auf dem Gebiete des Reich⸗ Klara⸗Kloſters, ſo daß die Bauarbeiten am 12. September 190s begonnen werden konnten. Schon nach zwei Jahren waren ſie beendigt.
Den prächtigen Bau in ſeinen Einzelheiten zu beſchreiben iſt hier nicht der Ort; wer ſich genauer darüber zu unterrichten wünſcht, ſei auf die gehalt⸗ volle Abhandlung aus der Feder des Bauinſpektors Gelius im Jahresberichte der Schule von 1907/08 verwieſen.
Mit Genehmigung Großh. Miniſteriums war der Anterricht im alten Gebäude bereits am 9. Oktober geſchloſſen worden; die Zeit bis zur Ein⸗ weihungsfeier wurde teils mit Vorbereitungen zu dieſer, teils mit Aberzugs⸗
*) Tatſächlich betrugen die Geſamtbaukoſten Mk. 259 400, einſchließlich der Beträge für die Beleuchtungsanlage, das Mobiliar und die Lehrmittel.
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Die Einweihungsfeier.


