Aufsatz 
Geschichte der Mainzer Höheren Mädchenschule während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens . 1889-1914
Entstehung
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2 wiſſenſchaftliche Hilfslehrerinnen(Settegaſt und Schneider) und 1 Hilfs⸗ lehrerin für Handarbeitsunterricht(Meinhardt). Auch ein zweiter Schuldiener wurde für das Brecherhaus angenommen. Daß mit dieſer Erweiterung der Höheren Mädchenſchule auch noch die Anſtellung von zwei ſeminariſtiſch gebildeten Lehrern(Kempf II und Gleiſer) und ebenſovielen Lehrerinnen(Fleck und Cahn) zuſammenhing, ſei hier nur beiläufig erwähnt.

Das Schuljahr 1903/04, um der dargelegten Veränderungen willen eines der bedeutungsvollſten in der Entwicklungsgeſchichte unſerer Lehranſtalt, be⸗ gann am 20. April 1903 mit einer Sitzung des Lehrerrats. Darin begrüßte der Direktor die von dem Inſtitut übernommenen Lehrkräfte, wobei er den Wunſch ausſprach, daß ſie im neuen Wirkungskreiſe ſich bald ebenſo wohl und heimiſch fühlen möchten, wie in dem mit großer Liebe und Anhänglichkeit gepflegten alten. Gleichzeitig verlieh er ſeiner tiefempfundenen Verehrung für die Damen Brecher Ausdruck und wies auf deren reichgeſegnete Wirk⸗ ſamkeit hin, die ſie jahrzehntelang in unſerer Vaterſtadt zum Wohle der ihnen anvertrauten Jugend entfaltet hatten. Tags darauf begann für alle Klaſſen der Anterricht.

Im engſten Zuſammenhang mit der Erwerbung des Brecher ſchen Inſtituts ſtand die Errichtung eines Neubaus für die Höhere Mädchenſchule. Schon gelegentlich der Gründung des Lehrerinnenſeminars war das Kura⸗ torium zu der Anſicht gelangt, daß für beide Lehranſtalten möglichſt bald geeignetere Anterkunftsräume beſchafft werden müßten. Nachdem nun die eine von ihnen mit einem Mal einen ſo bedeutenden Zuwachs an Schülerinnen erfahren hatte, war keinen Augenblick mehr daran zu zweifeln, daß für einen Neubau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ſei. And nicht nur die ſtädtiſche Verwaltung, ſondern mit ihr auch die weiteſten Kreiſe der Mainzer Be⸗ völkerung waren dieſer Aberzeugung. Dies bewies unter anderem ein längerer, mit der Mädchenſchulfrage ſich befaſſender Artikel des Mainzer Tagblatts vom 9. Dezember 1902, in dem es hieß:Selbſtverſtändlich darf und wird die Einrichtung(wie ſie nämlich durch den Inſtitutsankauf geſchaffen war) nur als vorübergehend zu betrachten ſein. Die Bürgermeiſterei wird ungeſäumt Vorkehrungen treffen, die Schulverhältniſſe des höheren Mädchen⸗ unterrichts(qauch die Räumlichkeiten für die Höhere Töchterſchule

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Der Neubau der Höheren Mädchenſchule.