Aufsatz 
Geschichte der Mainzer Höheren Mädchenschule während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens . 1889-1914
Entstehung
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Sefede⸗ Mit der Zunahme der Schülerinnen⸗ und der Klaſſenzahl ging die Er⸗

Lehrtörpers. weiterung des Lehrkörpers Hand in Hand, nicht nur in dieſem, ſondern auch in den folgenden Abſchnitten unſrer Schulgeſchichte. Aber die einzelnen Lehrkräfte ſowie über die Reihenfolge ihrer Anſtellung gibt der Anhang I unſrer Feſtſchrift Aufſchluß; wir verzichten deshalb bei dieſem Punkte unſerer Darſtellung ſowohl hier wie auch weiterhin auf die Angabe von Einzel⸗ heiten. Bloß des Einfluſſes, den die Erteilung des Religions⸗ und des Zeichen⸗ unterrichts auf die Zuſammenſetzung des Lehrkörpers ausübte, muß hier mit einigen Worten gedacht werden.

Im allgemeinen hielt man an dem urſprünglichen Plan, wonach der Religionsunterricht der Klaſſen 17 nur von Stadtgeiſtlichen im Neben⸗ amte gegeben werden ſollte, ſo lange wie möglich feſt; auch dann noch, als die auf Seite 14 genannten Herrn die Aufgabe allein nicht mehr bewältigen konnten und ſich deshalb die Heranziehung weiterer Hilfslehrer als notwendig erwies. Nur einmal erlitt die Regel eine vorübergehende Ausnahme. Der ſeither ſchon mit beſchränkter Stundenzahl im Nebenamte beſchäftigte Kaplan Franz Otto erhielt nämlich am 1. April 1891 die Stelle eines katholiſchen, der Pfarrvikar Hans Kietz zu Aſingen am 19. Oktober 1891 die eines evan⸗ geliſchen Religionslehrers mit voller Stundenzahl und den Rechten der akademiſch gebildeten Lehrer. Doch gab neben letzterem Pfarrer Frohnhäuſer nach wie vor wöchentlich 4 Stunden in den Oberklaſſen, während Kietz zur Vervoll⸗ ſtändigung ſeiner Stundenzahl in Klaſſe 3b auch noch im Deutſchen und in der Erdkunde unterrichtete, der bereits ſeit dem 16. Oktober 1889 als zweiter evangeliſcher Religionslehrer an der Schule im Nebenamte beſchäftigte Pfarraſſiſtent Joh. Waitz jedoch inzwiſchen(am 8. Juli 1891) zum Pfarrer von Vilbel ernannt worden war. Allein bald ſchon griff man auf den früheren Zuſtand wieder zurück. Bereits am 13. September 1892 war Otto wieder in den Kirchendienſt übergetreten. Durch Verfügung vom 18. Oktober und vom 2. November 1802 wurden dem bisherigen Katecheten an der Höheren Mädchenſchule zu Bregenz, Dr. Joſeph Seitz, 12 Wochenſtunden katholiſchen Religionsunterrichts übertragen, von denen dieſer aber ſchon am 7. Januar 1895 die Hälfte an Eduard Hellmeiſter, Kaplan zu St. Emmeran, wieder abgab. Als dann auch Kietz am 1. Oktober 1893 in das 20