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wurde 1831 genehmigt für den damals auf Beſſunger Gebiet liegenden Straßenteil und die Artillerieſtraße(wiſchen Rhein⸗ und Eliſabethenſtraße); ſeit 1843 ging auch die Main⸗ ſtraße(die nördliche Fortſetzung bis zum Mathildenplatz) in der Geſamtbezeichnung auf.
Mathilde(1813—1877): Beſtattet in der Katholiſchen Kirche, der Platz, 1834 nach ihr benannt, heißt noch heute im Volksmund die„grüne Bettlade“; der„Löwenbrunnen“ ſtand bis 1840 auf dem Luiſenplatz und mußte dem Monument weichen. Der Platz war früher Exerzierplatz der Garniſon Darmſtadt. Ma⸗ thildentempel am Ludwigsweg, Mathildenhöhe= Gegend der heutigen Künſtlerkolonie. Aber die Mathildenſtraße ſ. S. 13.—
Alice(1843— 1892): Benennung der Straße 1872; Alice⸗ denkmal vor der Katholiſchen Kirche; Aliceſchule,⸗Frauen⸗Verein, Hoſpital; die ſchlanke nach dieſer Großherzogin genannte Eiche am Wege nach Kranichſtein.
Prinz⸗Chriſtians⸗Weg: Nach einem Sohn Lud⸗ wigs IX.(1763— 1803)— unter Abänderung des bisherigen Namens(Biktoria⸗Melita⸗Weg ſeit 1901) 1903 genannt. Prinz Chriſtian iſt der Begründer der Anlagen des früheren Prinz⸗ Chriſtians⸗Gartens, wo jetzt die Häuſer der Künſtlerkolonie ſtehen. Er iſt auf dem Darmſtädter Friedhof begraben.
3 Söhne Ludewigs l., Georg(1786—1856), Friedrich (1788— 1867) und Emil(1790—1856), Führer der heſſiſchen Truppen in den napoleoniſchen Kriegen und Beſitzer des Prinz⸗ Emils⸗Gartens an der Heidelberger Straße, haben Straßen Na⸗ men gegeben, die 1846, 1860 und 1872 benannt wurden.
Marienplat;: Er hieß früher Platz vor der Kaval⸗ leriekaſerne und wurde 1843 nach Marie(1821—1880), Toch⸗ ter des Großherzogs Ludwig II., genannt. Nach ihr heißt auch die Marienhöhe. Prinzeſſin Marie war ſeit 1841 vermählt mit dem ſpäteren Kaiſer Alexander II. von Rußland(*1818, reg. 1855— 1881), nach dem 1843 die Alexanderſtraße genannt wurde. Vorher hieß dieſe im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts angelegte Straße der„Birngarten“. Alexandereiche an der Landſtraße nach Noßdorf. Kaiſer Alexander, der bei jedem Beſuch der Armen Darmſtadts huldvoll gedachte, war ſeit 1880 Ehren⸗ bürger unſerer Stadt.
Karlsſtraße: Seit 1830 genannt nach dem Sohne Lud⸗ wigs II.(1809— 1877); an dem Garten ſeines Palais(Wilhel⸗ minenſtraße 34, jetzt Landesverſicherungsanſtalt) führte die Straße vorbei. Er war ſeit 1836 vermählt mit Eliſabeth, einer preu⸗ ßiſchen Prinzeſſin. Nach ihr die ſeitherige Bauſtraße 1843 ge⸗ nannt. Eliſabethenſtift, ⸗ſchule. Der Prinzeſſin Eliſabeth war durch Erbſchaft die berühmte Holbeinſche Madonna zugefallen.
Das waren die Eltern des Großherzogs Ludwigs IV.(1877 bis 1892), deſſen Denkmal auf dem Paradeplatz ſteht.


