Aufsatz 
Mitteilungen aus der Geschichte des Gymnasiums zu Rinteln
Entstehung
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feierte er ſein 50 jähriges Dienſtjubiläum nnd ſtarb am 11. September 1851. Er hat viele Com⸗ poſitionen für Clavier, Orgel und Geſang veroffentlicht.

2. Georg Heinrich Storck, geb. 1793 zu Kirn an der Nahe, beſuchte das Gymnaſium zu Kreuzuach und bildete ſich in der Malerei aus theils in Mainz, theils in der Akademie der bil⸗ denden Künſte zu Kaſſel. 1814 nahm er als freiwilliger Jäger an dem Befreiungskriege Theil. Nach deſſen Beendigung gab er eine Zeit lang in Hersfeld Zeichenunterricht, lebte dann wieder in Kaſſel ſeiner Kunſt, bis er 1817 hier zum Zeichenlehrer beſtellt wurde. Sehr bald wurden ihm auch die Schreibſtunden übertragen, und den Unterricht in dieſen beiden Fächern ertheilt er nun bereits über 50 Jahre.

3. Johann Chriſtian Kapmeier, geb. 1810 in Exten bei Rinteln, war Schüler des hieſigen Gymnaſiums 1825 1830, wurde Lehrer in Schoholtenſen, 1835 Organiſt und Cantor an der hieſigen lutheriſchen Kirche. Seit 1845 unterſtützte er den alternden Volkmar im Geſangunterricht der Gymnaſialſchüler und wurde nach deſſen Tod 1851 Geſanglehrer am Gymnaſium.

Die Leitung der Turn- und Schwimmübungen wurde meiſtentheils von einem der vorge⸗ nannten Lehrer zu ſeinen ſonſtigen Lehrfächern mit übernommen, ſo von Dr. Kohlrauſch, Prakt. Schorre, Zeichenl. Storck, beauftr. Lehrer Berkenbuſch, Dr. Auth. 1863 leitete die Turnübungen Sattlermeiſter Leopold Althans.

8. Schüler.

Das Verzeichniß der Schüler, die in das Gymnaſium und die damit verbundenen Realklaſſen bis zum 1. November 1867 eingetreten ſind, weiſt 1433 Nummern auf. Darunter ſind 27 Na⸗ men von ſolchen, welche, nachdem ſie abgegangen waren, ſpäter zurückgekehrt und zum zweiten Male aufgenommen worden ſind. Nach Abſetzung dieſer Zahl bleiben überhaupt 1406 Schüler, welche in der hieſigen Anſtalt während der 50 Jahre ihres Beſtehens unterrichtet worden ſind. Hiervon kommen auf die ſeit 1841 beſtehenden beiden Realklaſſen 273; der eigentlichen Gymnaſialſchüler waren demnach 1133, und unter dieſen waren 299, welche mit einem Zeugniß der Reife für die Univerſitätsſtudien von hier entlaſſen wurden.

Die Frequenz der einzelnen Klaſſen und der ganzen Anſtalt in den verſchiedenen Jahren er⸗ giebt die folgende Zuſammenſtellung, bei welcher mit Ausnahme der Angabe über das Jahr 1817 und die Realklaſſen im Jahre 1841 der Schülerbeſtand der Sommerſemeſter maßgebend geweſen iſt.