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VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Pltern.
Durch eine Anordnung der Behörden(S. II. B. No. 4, S. 52) ist bestimmt worden, daß die öffentliche Wiederimpfung der impfpflichtigen Schüler in Zukunft in den einzelnen Schulanstalten erfolgen soll. Demnach werden die Schüler nur gemein- schaftlich mitihren Kameraden geimpft. Wir machen die verehrten Eltern hierauf auf- merksam mit der Bemerkung, daß auf Anordnung des Herrn Ministers bei den öffentlichen Impfter- minen die Impfung nur durch animalische Lymphe vorgenommen und alle wünschenswerte Vorsorge für die Gesundheit der Schüler getroffen wird. Es steht zu erwarten, daß das Vorurteil gegen die öffentliche Impfung nunmehr schwindet und den kontrollierenden Behörden, insbesondere auch dem Leiter der Anstalt die bisher recht unerfreuliche Aufgabe dadurch erleichtert wird.
Um die Ausgaben für die Anschaffung der Hefte zu beschränken und eine wünschens- werte Gleichmäßigkeit auf diesem Gebiete herbeizuführen, hat das Lehrerkollegium bereits im Anfang des vorigen Sommersemesters beschlossen, die in den hiesigen Bürger- und Volksschulen in Gebrauch befindlichen Hefte auch an unserem Gymnasium obligatorisch einzuführen. Nur für den Anfangsunterricht im Griechischen(in III.) sowie für die Aufsätze und größzren stilistischen Ubungen von Quarta aufwürts, ferner für die Diarien und Präparationshefte sind besondere Muster hergestellt. Im übrigen kommen in Betracht: No. 4 der Normalhefte(VI), No. 5(VI und V), No. 6([— V); für Mathematik: No. 9 und No. 11, je nach der Bestimmung des Lehrers. Sämt- liche Hefte kosten je 10 Pf. mit Ausnahme des Aufsatzheftes(18 Pf.). Für den Zeichen- unterricht in VI und V sind die von dem Verein zur Förderung des Zeichenunterrichtes im Reg.-Bez. Wiesbaden herausgegebenen Hefte(je 10 Pf. bez. 12 Pf.) angenommen. Von Quarta aufwärts werden die Frieseschen Zeichenblocks verwandt(je M. 1.25).
In'betreff des Konfirmandenunterrichts erlaube ich mir an die in den beiden letzten Pro- grammen ausgesprochene Bitte zu erinnern.
Von seiten der Verwaltung der israelitischen Religionsschule wird von Ostern d. Js. ab in den Räumen des Gymnasiums regelmäßiger Religionsunterricht veranstaltet werden, an welchem unsere Schüler unentgeltlich Anteil nehmen können(S. II, B, 7, S. 53).
Zu den bevorstehenden Prüfungen und der Progressionsfeierlichkeit beehre ich mich die hohen Behörden des Staates und der Stadt, alle Freunde des Gymnasiums, insbesondere die hoch- geschätzten Eltern unserer Schüler ergebenst einzuladen.


