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weitere Entwickelung der Landeskirchen ſicher zu ſtel⸗ len, daß er alle Zviſchenperſonen beſeitigte, dieſes zu einem unabhängigen Kloſter erklärte, deſſen de- fensor in der Karolingerzeit der König als oberſter Schirmherr der Kirche war.
IV.
Von beſonderer Wichtigkeit nicht bloß für den Nachweis der Beſitzungen und des allmäligen Anwachſens des Beſitz⸗ ſtandes des Kloſters und ſeiner Erwerbungen, ſelbſt in den fernſten Gegenden, ſondern insbeſondere auch für die uns dadurch gewährte und erhaltene Einſicht in die geographiſchen Verhält⸗ niſſe jener Zeit, zur Beſtimmung der Grenzen der Gaue und deren Unterabtheilungen, der Marken einzelner Ortſchaften und daran knüpfend die Ausdehnung der Machtbefugniſſe der Gra⸗ fen und Centgrafen, ſowie die Größe und Ausdehnung der kirch⸗ lichen Gebiete und ſonſtiger damit zuſammenhängender Verhält⸗ niſſe ſind für uns die Gauurkunden,(chartae pagenses), wo⸗ runter wir neben den Urtheilsſprüchen in den Gaugerichten vorzugsweiſe die Schenkungsurkunden Privater(traditiones oder chartae traditionum) und die Tauſchverträge(con- cambia) verſtehen, zu welchen letzteren auch die, welche vermöge ihres Inhalts, insbeſondere, wenn Königsgut zum Tauſchobjecte gehörte, der königlichen Zuſtimmung bedurften, gerechnet werden.
Von den vielen hundert Originalſchenkungsurkunden, welche ſeit früheſter Zeit dem Kloſter Fulda zur Beſtätigung ſeines rechtmäßi⸗ gen Erwerbs von Beſitzungen und Ländereien ſeitens Privater aus⸗ geſtellt wurden, iſt uns aus den erſten Jahrhunderten nicht eine einzige Originalurkunde mehr erhalten. Wol aber wiſſen wir, daß ſchon früher dieſe Urkunden in Copialbücher und Chartularien eingetragen worden ſind. So berichtet uns ein ſolcher Urkunden⸗ ſchreiber, der Mönch Eberhard, welcher zur Zeit des Abtes Mare⸗ ward(1150— 1168) es unternahm, dieſe älteren Urkundenſammlungen von neuem zu copiren, daß noch 8 Codicelle damals vorhanden ge⸗ weſen ſeien, die ihm zur Vorlage gedient haben. Die Veranlaſſung zu dieſer neuen Sammlung erklärt ſich aus den Verhältniſſen, unter denen Abt Mareward ſeine Regierung antrat und worüber er uns ſelbſt berichtet. Er traf bei ſeinem Antritte kaum ſo viel Vorräthe in dem Kloſter, daß die Mönche nur einen Tag davon erhalten wer⸗


