Aufsatz 
Das Kloster Fulda im Karolinger Zeitalter : 1. Buch. Die Urkunden
Entstehung
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licitum sit quamlibet vim inferre sive aliquam controversiam facere in rebus vel familiis eiusdem saepe dicti venerabilis monasterii, ebenſo wie der in der Bulle Benedikts IV.(901), ſowie die weiteren Zuſätze, welche zum größten Theile für dieſe Zeit noch nicht paſſen, vielmehr aus der geänderten Stellung des Kloſters aus ſpäterer Zeit, wo dasſelbe in die Defensio des päbſt⸗ lichen Stuhls aufgenommen war, hervorgegangen zu ſein. Daraus erklärt ſich, daß der Pabſt in ähnlicher Weiſe neben der Exemtion eine Reihe von Beſtimmungen gab, die ſonſt nur der König durch die Immunitätsurkunde verlieh; indem wir das minderwichtige Verbot, ut nulla femina inibi ingredi presumat, und nemo in eodem monasterio vel in ceteris eius locis placitum habeat, eine Erneuerung älterer Beſtimmungen, und die Erlaubniß verbum dei pre- dicare bei Seite laſſen, iſt dagegen das nunmehr vom Pabſte er⸗ theilte Recht der freien Abtswahl ein ſolches, das früher n ur von den Königen den Aebten Fulda's und zwar gewöhnlich mit der Immunität zuſammen bewilligt worden war,(Dronke, 322 und 47) oder auch in einer beſondern Urkunde, wie das Karl d. G. that. Ein fernerer Beweis für das verdächtige Vorkommen dieſer Zuſätze in den eben erwähnten Bullen gibt die Abweichung der Copien von einander an die Hand. So hat z. B. die eine Copie der Bulle Jo⸗ hannes X.(917) alle dieſe Zuſätze, während dieſelben ſämmt⸗ lich in der andern fehlen. Ebenſo hat Eberhard in dem Privi⸗ legium Marinus II. dieſe Zuſätze in der einen Copie nicht, wäh⸗ rend ſie in der andern mit neque regi beginnen, ſich alle der Reihe nach anſchließen und mit dem oben bereits beſprochenen Zuſatze, ut congruis temporibus bis retorqueatur, endigen. Bei einer ſolchen Abweichung in den Texten dürfte doch wohl die Beanſtandung eine gegründete ſein, denn wäre die zweite Copie dem Originale nach⸗ kommend, ſo müßte notwendig die erſte arg verſtümmelt ſein; wir halten aber den Wortlaut der erſt en für den richtigeren, annähernd der Formel des liber diurnus und darum die Zuſätze für interpo⸗ lirt; dazu kommt noch, daß die der Zeit nach darauf folgenden Pri⸗ vilegien Johanns XII und Johanns XIII.(961 und 969) und Jo⸗ hann XV,, ſowie die erſte Copie von der Bulle Silveſters(999) bei Eberhard dieſe Zuſätze nicht haben; ſie finden ſich ferner nicht in der erſten Originalurkunde(1024), verdächtiger Weiſe aber alle in der Copie der Bulle Johanns XIX.(1031), während die andere Copie, gleichlautend mit dem Privilegium Benedikts VIII., ſie wie⸗ derum nicht hat; auch die Originalbulle Clemens II. iſt bei Eber⸗ hard wiederum in ihrem ganzen zweiten Theile geändert und mit