gehört als ſolche nicht in die Privilegien jener Zeit. In der Beſtä⸗ tigungsurkunde Pippins iſt dieſer Zuſatz an ſeinem Platze, indem dieſes Diplom neben der Beſtätigung des päbſtlichen Breve's auch noch dem Kloſter ſeinen Beſitzſtand ſichert. Allerdings ſteht dieſer Zuſatz auch in der erſten, uns erhaltenen päbſtlichen Originalbulle und könnte ſomit als wahrſcheinlich echt auch in den früheren Bullen vorkommend angeſehen werden, wenn man außer Acht läßt, daß die Päbſte um dieſe Zeit das Kloſter gleichſam als ihr Eigenthum anſahen und daß ſelbſt der Kaiſer in der Urkunde vom 26. Juni 1024 die Abgaben beſtätigte, welche das Kloſter Fulda an die Curie zu leiſten hatte²). Ein Umſtand, wodurch für die ſpätere Zeit allerdings eine ſolche Beſitzbeſtätigung erklärt wird, aber darum, wenn auch der Zuſatz durchaus zwanglos an die unmittelbar vor⸗ hergehende Conſtruction ſich anſchließt, keineswegs für die älteſten Zeiten unbedenklich erſcheint, zumal derſelbe auch in dem liber diurnus fehlt.
Die erſte Gruppe der älteren Privilegien wird gebildet durch diejenigen Urkunden, welche mit der bereits angeführten, auch in dem liber diurnus enthaltenen Arenga beginnen: Quoniam semper sunt concedenda quae rationabilibus congruunt desideriis oportet ut devotioni conditoris(devotio conditori, andere Lesart) piae con- structionis oraculum(oraculi, andere Lesart) in privilegiis prae- standis minime denegetur. Dahin gehören die Urkunden aus den Jahren 751,(812), 826, 943, 948, 999; vier andere Urkunden ha⸗ ben zwar die gleiche Arenga, ſetzten aber„privilegii sedis ammini- culis“; es ſind dies die Bullen aus den Jahren 850, 857, 859, 876; dieſe letzteren Urkunden unterſcheiden ſich noch ferner von der vorhergenannten Reihe, daß ſie auf verſchiedene Weiſe den Biſchof direct erwähnen und zwar die einen von 943, 948 und 999, bei welcher letzteren der Text der Copialurkunde A., übereinſtimmend mit der Bulle Marinus II., vorzuziehen iſt, durch den Zuſatz„vel episcopum“ nach sacerdotem, die andern durch den weiteren Zuſatz nach præter sedem apostolicam,„et episcopum“(einige haben noch den Relativſatz:„in cujus diocesi venerabile monasterium con- structum esse videtur) cui licentiam concedimus tantum cum oportunitas consecrandi altaris fuerit“, wozu die verdächtige Bulle Hadrians noch fügt:„vel clericorum ordinandorum necessitas.“ Während überhaupt fünf Bullen, die Copien von 751, 959, 961, 969 und das Original von 1024 des Biſchofs gar nicht er⸗
¹) Gieſebrecht, Kaiſergeſchichte 2,160.


