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ſcheiden ſich in der Menge und in der Vertheilung der Strahlen. Hat z. B. der durchſtrahlte Körper nur wenige der erwähnten Aetherkanäle, ſo wird das aus ihm heraustretende Bündel nur wenig Strahlen euthalten. In dem einen Körper können die Aetherkanäle einen großen, in dem andern einen viel kleineren Querſchnitt haben, ſo daß aus dem einen vielſtrahlige Einzelbündel, aus einem andern nur einzelne Strahlen kommen. Endlich können die Strahlenbeſtandtheile, mögen ſie nun Bündel oder ein⸗ zelne Strahlen ſein, in der verſchiedenſten Weiſe innerhalb des ganzen Bündels vertheilt ſein. 2. Die austretenden Strahlen unterſcheiden ſich in der Geſchwindigkeit, mit welcher die Stöße auf ein Atom ſich wiederholen, alſo auch in der Menge der Aetheratome, die jeder Strahl entwickelt. Dieſe Unter⸗ ſchiede müſſen auch ſchon durch die Wärmeguellen ſelbſt erzeugt werden, da dieſe auch verſchiedene Atom⸗ gruppirungen enthalten. Man bezeichnet dieſelben wegen ihrer Aehnlichkeit mit entſprechenden Lichter⸗ ſcheinungen durch die Namen: Wärmefarbe, Thermochroſe, Diathermanſie. Geht nämnlich ein Licht⸗ ſtrahl z. B. ein Sonnenſtrahl durch ein mit winkeligen Flächen geſchliffenes Glas, ein Prisma, ſo wird er in die 7 Regenbogenfarben zerlegt, welche zugleich von der Richtung des Strahles abgelenkt oder gebrochen ſind und, auf einer Wand aufgefangen, ein Farbenbild oder Spektrum bilden, in welchem das rothe Licht der Richtung des urſprünglichen Strahles am nächſten, alſo am wenigſten gebrochen iſt und nach der Theorie am wenigſten Schwingungen macht, nämlich etwa 400 Billionen in einer Sekunde. Läßt man nun dieſes farbige Strahlenbündel auf ein rothes Glas fallen, ſo werden in demſelben alle Farben vernichtet, außer der rothen, welche ungeſchwächt durchgeht. Mit jeder Farbe iſt auch Wärme verbunden und zwar mit dem rothen Strahl ſolche Wärme, die in jeder Sekunde 400 Billonen Aether⸗ ſtöße vollbringt, da ein Atom immer nur eine Bewegung machen kann. Wird nun die lichtbildende Querbewegung der Aetheratome vernichtet, ſo muß auch die wärmeerzeugende Längsbewegung derſelben, die mit jener zu einer ſchiefen verbunden iſt, aufgehoben werden. Es kann alſo durch ein farbiges Glas nur Wärme gehen, die von einem Körper von derſelben Farbe herrührt. Durch ein farbloſes Glas müßten demnach alle Wärmeſtrahlen dringen, die mit den Lichtſtrahlen combinirt ſind, wenn die Vertheilung der Aetherkanäle in dem Glas dieſelbe wäre, wie in dem ankommenden Wärmeſtrahlenbündel. Dies iſt nur in beſonderen Fällen möglich, alſo laſſen nicht alle durch⸗ ſichtigen Körper alle leuchtenden Wärmeſtrahlen durch. Es muß auch Strahlen geben, die weniger als 400 Billionen Schwingungen machen; dieſe werden weniger ſtark gebrochen, fallen daher in die Gegend des Farbenbildes vor dem Roth und ſind uns unſichtbar. Wegen ihrer geringeren Brechung aber müſſen ſie dichter beiſammen liegen und daher auch mehr Aetheratome entwickeln: das Spektrum zeigt in der vorrothen Gegend die ſtärkſte Wärmewirkung und eine allmälige Ab⸗ nahme derſelben nach dem Violett zu. Dieſer Satz wird ebenfalls durch die verſchiedenartige Gruppirung der Wärmeſtrahlen eines Bündels und der Aetherkanäle eines Körpers beſchränkt: Die Lage der gebrochenen Wärmeſtrahlen gegen die Farben des Spektrums ändert ſich mit der Wärmequelle und mit dem Prisma.— Koörper von würfeligen, rhomboedriſchen und pris⸗ matiſchen Kernformen bilden am leichteſten lange gleichmäßig begrenzte Atomenreihen, laſſen alſo Aether⸗ kanäle von großer Regelmäßigkeit übrig; ſolche Körper, wie z. B. Steinſalz, werden daher ſowohl den leuchtenden, als den vorrothen dunkeln Wärmeſtrahlen den Durchgang geſtatten; vernichtet man z. B. die erſten durch eine Rußdecke, ſo laſſen ſie nur die vorrothen durchdringen. Im Allgemeinen aber muß die Vertheilung der Aetherkanäle eines Körpers und einer Wärmequelle Verſchiedenheiten enthalten: die Wärme wird alſo bei der Durchſtrahlung geſchwächt; die Verminderung ändert ſich bei einem und demſelben Prisma mit der Wärmequelle und bei einer und derſelben Wärmequelle mit dem Prisma.
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