Aufsatz 
Mönchtum und Sarapiskult
Entstehung
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der mit Wirkung vom 11. Mai 1898 als Lehrer an unſerer Anſtalt angeſtellt wurde*), Lehramts⸗ aſſeſſor Heinrich Zinn und Lehramtsacceſſiſt Dr. Wilhelm Horn; ferner am 17. Oktober 1898 Herr Profeſſor Soldan, vorher Lehrer am Gymnaſium und der Realſchule zu Worms**). Herr Dr. Schnell, bereits ſeit über 4 Jahren bei uns thätig, wurde am 1. Februar 1898 zum Lehrer an unſerer Anſtalt ernannt**).

Herr Profeſſor Dr. Schopp wurde am 25. November 1898 durch die Verleihung des Ritter⸗ kreuzes 1. Klaſſe des Philippsordens ausgezeichnet.

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer war im Winterhalbjahr recht ungünſtig; insbeſondere mußte Herr Profeſſor Dr. Helm wegen Keuchhuſtens und nachfolgender Stimmbandlähmung während des ganzen Winterhalbjahres beurlaubt werden; erſt in den letzten drei Wochen übernahm er verſuchsweiſe einen Teil ſeiner Stunden. Zu ſeiner Vertretung wurde uns das Mitglied des pädagogiſchen Seminars zu Gießen, Herr Lehramtsacceſſiſt Adolf Heyder, zugewieſen. Außerdem übernahm in dankenswerter Weiſe das Mitglied des pädagogiſchen Seminars zu Darmſtadt, Herr Karl Weiſſer, vom 10. No⸗ vember 1898 bis zum 17. Januar 1899 eine Anzahl von Stunden.

Am 6. Auguſt 1898 veranſtalteten wir eine Trauerfeier für den Fürſten Bismarck, wobei Herr Profeſſor Friedrich die Gedächtnisrede hielt. Der Sedantag wurde durch Ausflüge aller Klaſſen unter Leitung ihrer Klaſſenführer und angemeſſene Anſprachen gefeiert. Am 25. November 1898 nahmen wir mit den oberen und mittleren Klaſſen an der Feier der Enthüllung des Denkmals Ludwigs IV teil. Bei der Kaiſerfeier am 27. Januar 1899 wurden Chöre aus Judas Makkabäus mit verbindendem Text vorgeführt und zwei Stücke von unſerem Schülerorcheſter geſpielt; der Direktor hielt die Feſtrede, in der er den Anteil der heſſiſchen Diviſion am Kriege 1870/71 und insbeſondere die Tage von Chambord und von Briare ſchilderte.

Unter dem Vorſitze des Herrn Oberſchulrat Dr. Dettweiler fand am 9. September 1898 die Reifeprüfung unſrer Herbſt⸗Oberprima und am 4. März 1899 diejenige unſrer Oſter⸗Oberprima ſtatt. Bei der erſten beſtanden folgende 36 Abiturienten, von denen 24 ganz und 5 teilweiſe von der mündlichen Prüfung befreit waren: Konrad Abée aus Bad⸗Nauheim(Medizin), Hermann Alefeld (Medizin), Hans Bierbaum(Architektur), beide aus Darmſtadt, Arthur Bloch aus Mainz(Medizin), Karl Brun(Rechtswiſſenſchaft), Fritz Buchner(neuere Philologie), Walther David(Elektrotechnik), Otto Dickel(Rechtswiſſenſchaft), alle vier aus Darmſtadt, Ludwig Fabricius aus Wöllſtein(Rechts⸗ wiſſenſchaft), Friedrich Finck(Elektrochemie und Elektrotechnik), Karl Friedrich(Naturwiſſenſchaft), beide aus Darmſtadt, Guſtav von Goßler aus Berlin(Militär), Friedrich Gundelfinger(Philoſophie), Robert Gwinner(Maſchinenbau), Bernhard von Hahn(Rechtswiſſenſchaft), Rudolf Heim(Elektrochemie), Theodor Kleinſchmidt(Rechtswiſſenſchaft), Adolf Kopp(Ingenieurwiſſenſchaft), Fritz Lauer(Architektur), Gottfried von Lichtenberg(Militär), alle neun aus Darmſtadt, Alexander Mergler aus Gernsheim (höherer Bahndienſt), Eduard von Ochſenſtein aus Darmſtadt(proteſtantiſche Theologie), Hermann Pagenſtecher aus Mainz(Medizin), Theodor Rapp aus Darmſtadt(Chemie), Ludwig Ritter aus Ober⸗ Ingelheim(Theologie), Wilhelm Salzer aus Worms(Chemie), Philipp Schmitt aus Darmſtadt(Elektro⸗ technik und Maſchinenbau), Karl Scriba aus Altenbuſeck(Medizin), Alfred von Soiron(Tiefbau),

Von Oſtern 1877 bis Oſtern 1878 war er als Hilfslehrer, von da bis Oſtern 1889 als ordentlicher Lehrer am Franzöſiſchen Gymnaſium zu Berlin thätig. Dieſe Thätigkeit wurde durch einen einjährigen Aufenthalt in Paris(Oſtern 18811882) unterbrochen. Von Oſtern 1889 bis Herbſt 1890 war er Lehrer am Gymnaſium zu Mainz, vom 1. Oktober 1890 bis 31. Juli 1898 Direktor des Gymnaſiums und der Realſchule zu Worms.

*) Dr. Friedrich Schmidt, 1867 in Büdingen geboren, beſuchte die Gymnaſien zu Gießen und Darnſtadt. Von 18851889 ſtudierte er in Berlin und Gießen klaſſiſche Philologie und Geſchichte, war Herbſt 1889 bis Herbſt 1890 Mitglied des pädagogiſchen Seminars zu Gießen, Herbſt 1890 bis Oſtern 1891 Volontär am Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium zu Darmſtadt, Oſtern 1891 bis Oſtern 1898 proviſoriſcher Lehrer am Gymnaſium zu Bensheim und Oſtern 1898 bis 10. Mai 1898 proviſoriſcher Lehrer am Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium..

**) Profeſſor Friedrich Soldan, 1841 in Friedberg geboren, beſuchte das Gymnaſium und die Univerſität in Gießen und war nach beſtandener theologiſcher Fakultäts⸗ und Staatsprüfung von Herbſt 1864 bis Oſtern 1873 als Lehrer an dem Lehrerſeminar zu Friedberg thätig. Von Oſtern 1873 bis Herbſt 1898 bekleidete er eine Lehrer⸗ ſtelle am Gymnaſium und der Realſchule zu Worms.

***) Dr. Heinrich Schnell, 1869 zu Mommenheim(Rheinheſſen) geboren, beſuchte 18821887 das Real⸗ gymnaſium zu Mainz. Er ſtudierte von 18871891 Mathematik und Phyſik in München, Berlin und Gießen, war Herbſt 1891 bis Herbſt 1892 Mitglied des pädagogiſchen Seminars zu Gießen und Herbſt 1893 bis Herbſt 1894 Einjähriger. Seit dem 1. April 1894 war er als proviſoriſcher Lehrer an der Realſchule zu Heppenheim a. d. B. und ſeit 27. Oktober 1894 am Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium verwendet.

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