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Quinta.
Ordinarius: In a Dr. Daniel, in b Schwarz. Wöchentlich 33 Stunden. Curſus einjährig.
1. Neligion. 3 St. In beiden Cötus Jürgens. Bibliſche Geſchichten des Neuen Teſtamentes. Wortlaut des I. und II. Hauptſtücks mit der Erklärung auswendig gelernt. Einige paſſende Sprüche und Lieder.
2. Deutſch. 4 St. In a Jürgens, in b Lange. Stücke aus dem Leſebuch von Hopf und Paulſiek wurden geleſen, beſprochen und wieder erzählt. Orthographiſche Uebungen, kleine Aufſätze. Wöchentlich ein Dictat. Gedichte wurden memoriert und vorgetragen.
3. Tatein. 6 St. In a Daniel, in b Kühn. Scheele, Vorſchule zu den lateiniſchen Claſſikern, Th. I, Ab⸗ ſchnitt VII— XI. Wiederholung der regelmäßigen Formenlehre und Einübung der unregelmäßigen; Exercitien und Extemporalien wöchentlich abwechſelnd. Ausgewählte Stücke aus Wellers Leſebuch für Anfänger.
4. Tranzöſiſch. 5 St. In a Director, in b Heuſer. Plötz, Elementargrammatik, Lection 1— 75. Schrift⸗ liche häusliche Arbeiten und Extemporalien wechſelten wochenweiſe ab; Memorier⸗ und Sprechübungen.
5. Geographie. 1 St. In a Daniel, in b Heuſer. Wiederholung der Grundbegriffe, die Erdtheile und Oceane, die nicht deutſchen Länder Europas, Kartenzeichnen.
6. Geſchichte. 2 St. In a Daniel, in b Heuſer. Griechiſche Geſchichte bis auf Alexander in einfacher epiſcher Darſtellung.
7. Rechnen. 4 St. In a Möhl, von Mitte Mai an Dr. Kramm, in b Schwarz. Die gemeinen Brüche und Decimalbrüche. Anwendung derſelben bei der Schlußmethode.
8. Naturgeſchichte. 2 St. In a Möhl, von Mitte Mai an Dr. Hornſtein, in b Schwarz. Beſchreibung von Thieren der höheren Klaſſen(W.). Beſchreibung von Pflanzen. Ordnen derſelben nach natürlichen Familien. Das Wichtigſte aus der Morphologie(S.).
9. Schönſchreiben. 2 St. In beiden Cötus Spangenberg. Uebung der deutſchen und lateiniſchen Buchſtaben in genetiſcher Folge und Anwendung in Wörtern und Sätzen. Taktſchreiben.
10. Zeichnen. 2 St. In a Glinzer, in b Erdmann. Gebrauch beſonders eingerichteter Zeichenbücher. Vorübungen im Freihandzeichnen unter ſteter Berückſichtigung der planimetriſchen Formenlehre.
11. Geſang. 2 St. In beiden Cötus Erdmann. Stimmübungen. Einübung von Chorälen und zwei⸗ und dreiſtimmigen Volksliedern nach dem Gehör.
Quarta.
Ordinarius: In a Lange, in b Krauth. Wöchentlich 34 St. Curſus einjährig.
1. Neligion. 2 St. In beiden Cötus Lange. Das erſte Hauptſtück und den erſten Artikel des zweiten Haupt⸗ ſtücks erklärt. Wortlaut des zweiten Hauptſtücks mit Luthers Erklärung gelernt und erklärt. Ausgewählte Abſchnitte des Neuen Teſtaments(Leidensgeſchichte, Bergpredigt. Gleichniſſe und einzelne Perikopen) geleſen und beſprochen.
2. Deutſch. 3 St. In a Lange, in b Gottſchalk. Geleſen und beſprochen Stücke aus Hopf und Paulſiek IV Mündliche und zum Theil ſchriftliche Wiedergabe des Geleſenen. Uebung im Vortrag poetiſcher Stücke. Alle 14 Tage ein Aufeatz.
3. Tatein. 6 St. In a Zwirnmann, in b Krauth. In a Caſuslehre nach Scheele. Th. II,§. 1— 44. Einübung von einigen wichtigen Regeln der Syntax. Lectüre aus Wellers Leſebuch, Abſchn. I— VIII. Phaedri fab. lib.— IV. Exercitien und Extemporalien wechſelten wochenweiſe ab. In b Caſuslehre nach Scheele, Thl. II,§. 1— 44. Einübung der Conſtr. des Acc. c. Inf. und der Abl. absol.§. 49— 52 nach demſelben Buche. Lectüre aus Wellers Leſebuch, Abſchn.— XV mit Auswahl. Schriftliche Arbeiten wie in a.
4. Tranzöſiſch. 5 St. In a Kühn, in b Krauth. Plötz, Elementargrammatik, L. 75— fin. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit zur Correctur, häusliche Exercitien nach Plötz und Extemporalien abwechſelnd. Ueberſetzung und Erklärung von Plötz, Chreſtomathie I, 1—51. Aus Abſchnitt VIII und IX wurden ausgewählte Gedichte erklärt und memoriert. Sprechübungen.
5. Geographie. 2 St. In a und b Schwarz. Grundzüge der mathematiſchen Geographie. Die topographiſchen Bechenaiſe der außereuropäiſchen Länder. Mittheilungen aus der Producten⸗Kunde. Anleitung zum Karten⸗ zeichnen.


