Eine Feſtſchrift, die wie die vorliegende dazu beſtimmt iſt, die zweihundertjährige Jubelfeier der Reſtauration und Inauguration des Gymnaſiums oder der Ho⸗ henlandesſchule zu Hanau einzuleiten, darf ihr Thema nicht leicht anderswoher, als aus der Geſchichte dieſer Schule entlehnen. Denn was könnte bei dem Hinblick auf die Be⸗ deutung des bevorſtehenden Feſtes näher liegen, als die Auf⸗ merkſamkeit gerade auf die geſchichtlichen Anfänge der Anſtalt zu richten, der die Feier gilt? Allein ſo klar und be⸗ ſtimmt mir daher dieſe meine Aufgabe vorgezeichnet war, ſo ſchwierig erwies ſich dagegen die Ausführung derſelben. Da es nämlich, wenigſtens gerade für dieſe Anfangszeiten, faſt an allen Vorarbeiten fehlte*), ſo mußten ſowol die Fundſtätten und Quellen als auch das in ihnen verborgene Material überall erſt mühſam aufgeſucht und herbeigeſchafft werden**). Dieß in irgend erſchöpfender Weiſe zu erreichen, dazu hätte ich in der That weit mehr Zeit und viel größere Muße nötig gehabt, als mir wirklich vergönnt war. Es blieb mir daher dießmal nichts anderes übrig, als auf irgend welche Vollſtändigkeit durchaus zu verzichten und mich darauf zu beſchränken, inner⸗ halb der feſtgeſtellten Grenzen mehr nur einige allgemeine
„Grundlagen zu geben, auf denen ſich dann vielleicht ſpäter et⸗ was weiter fortbauen ließe. Außer Stande, eine ausführliche,
*) Einige Notizen verdanke ich der Güte des Herrn Metropolitan Pfar⸗ rer Calaminus dahier, dem ich dafür hier noch beſonders mei⸗ nen verbindlichſten Dank ausſpreche.
**) Vorzugsweiſe ſind mit Genehmigung Kurfürſtlichen Miniſteriums des Innern die betreffenden Acten des hieſigen Regierungsarchivs benutzt worden.


