Aufsatz 
Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. Festschrift zum 200jährigen Jubiläum : 1. Teil
Entstehung
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Bey dieſem Leuchter ſtehen zwey Oehl⸗Bäume zu Rechten vnd zur Linken, auß welchen herfließen continua nutrimenta vitae, virtutis et laeti- tiae Scholae. Solche zwei Oehl⸗Baäume ſeynd geweſen der Seel. Herr Fundator u. deſſen Fürſtl. hertzliebe Seel. Frau Gemahl, ſo dieſes Gymnasium mit herrlichen Stiftungen haben verſehen. Die zwei Oehl⸗Bäume ſind nach Pezenius ferner Graf Friedrich Caſimir und ſeine Gemahlin ja auch die Altſtadt und Neuſtadt!Die ſieben Röh⸗ ren der Kellen(S. 67) durch welche die Nahrung zufließt, ſeynd die ſiebenerley Stiftungen, in der Schul⸗Fundation specificiret die zwey güldenen Schnäutzen ſeynd die Leges Scholasticae vnd deren Legitima praxis et observantia.

*¹) Pezenius Predigt S. 69.Mit was für Freuden hat man nicht Glück gewünſchet dem Deutſchland über den gemeynen Reichs⸗ Frieden, Anno 1649 zu Mänſter, vnd nachgehends zu Nürnberg Anno 1650. Alle Jahr auf den 13. Tag Junii wünſchen wir noch Glück dieſer damals wunderlich erhaltenen vnd erlöſeten Stadt Hanau! Heut iſt dann nun vns billich Thür vnd Thor aufgethan, auch zu Restauricung vnſers Gymnasii illustris auf allerley Weiſe Glück zu wünſchen; Wer Gott fürchtet: die Freye Künſten liebet: vnd dieſer Stadt gutes gönnet, der rufe heut mit Freuden: Salve IIlustre Gymnasium! u. ſ. w.

**) Beſtätigungsurkunde des Grafen Friederich Caſimir vom 20. Februar 1665.

Wir Friedrich Caſimir Graue zu Hanam Rieueck vndt Zweybrücken, Herr zu Müntzenberg, Liechtenberg vndt Ochſen⸗ ſtein, Feldmarſchall vndt Obervogt zu Straßburg ꝛc. Beken⸗ nen offentlich mit dieſem brief, vndt thun kund allenmenuig⸗ lichen, daß vnß, nebenſt vnſern der Reformirten Religion zugethanen Consistorial- vndt SchuelRäthen, vnſere Stätte Hanaw, Windecken, Steinaw vndt das Landgericht Born⸗ heimerbergs, alß verordnete mitaufſeher vndt Executores des Schuelweſſens, in glaubwürdigem Schein vnderthenig fürge⸗ bracht, einen Fundationsbrieff, der von Ihro Gnaden, wei⸗ land dem hochgebornen Philipß Ludwigen Grafen zu Hanaw vndt Rieneck, Herrn zu Müntzenberg ꝛc. Vnßerm lieben Vor⸗